November 2016 – 5 Jahre Praxis in Berghofen!

Ein befreundeter Heilpraktiker mit 24 Jahren Berufserfahrung sagte mir 2012, dass es gut 5 Jahre brauche, bis die Praxis eines Heilpraktikers gut laufe. Das hat mich damals sehr ernüchtert, war ich doch gerade rund 7 Monate mit meiner Praxis im Geschäft und für den Anfang relativ unterbeschäftigt. In anderen Gewerben, so sagt man, dauert es schließlich i.d.R. „nur“ 2 Jahre, bis das Geschäft „läuft“.

In dieser Zeit, gerade am Anfang, war die Zukunftsangst ein ständiger Begleiter, hatten mir die Schwarzmaler doch mantraartig schlechte Prognosen prophezeit. Dass waren nicht selten jene, die am Gesundheitsbahnhof in eine Sackgasse einbiegen und dabei auf einen plötzlich auftauchenden Ausweg hoffen, der aus einer Sackgasse ein Hamsterrad macht.  Ein Bekannter teilte mir sogar mit, dass die meisten „Kunden“ eines befreundeten Gerichtsvollziehers Heilpraktiker seien, die sich verkalkuliert hätten. Die Statistik sagt, dass rund 60% der Heilpraxen nach gut 2 Jahren wegen schlechter Wirtschaftslage wieder schließen. Und nicht zuletzt kann man ja als Heilpraktiker im Gesundheitssystem neben Ärzten, Physiotherapeuten und anderen Heilberufen mit dieser schlechten Qualifizierung eh nicht bestehen.

Auf Fortbildungen lernte ich dann alteingesessene Heilpraktiker und Heilpraktikerinnen kennen, die mich beruhigten und gelassen anlächelten. Heilpraktiker, die mehr als 10 Jahre eine eigene Praxis führen, haben keine großen finanziellen Sorgen und genug zu tun. Das war mein Eindruck, nachdem ich eine ganze Reihe Heilpraktiker kennen lernen durfte. Man muss halt neben der Heilkunde auch etwas vom Geschäft verstehen … Dieses Handwerk lernt man mit der Zeit, wenn man seinen Verstand benutzen kann. In jedem Fall waren wirtschaftliche Sorgen und Überlegungen bestimmend in dieser Anfangszeit.
Das hat sich heute zum Glück geändert …

Wenn ich gewusst hätte, wie gut so eine Praxis nach 5 Jahren laufen kann, dann hätte ich mich entspannt zurück gelehnt und die freie Zeit, die ich damals noch hatte, mehr genossen. „Gut“ läuft die Praxis bereits seit Mitte 2014. „Brummen“ tut sie seit Ende 2015. Und das mit nur wenig Pausen.

Am 26. November 2011 lud ich zum ersten, und bisher auch einzigen „Tag der offenen Tür“ in die Praxis. Unter dem Motto „Gesundheit ist Balance“ machte ich an diesem Tag die ersten Schritte in die große Welt der Alternativmedizin. Einige der ersten Gäste wurden zu treuen Kunden und Patienten, die im Falle eines Falles auch heute noch vertrauensvoll Rat bei mir einfordern.

Das Gesamtbild der Praxis hat sich in 5 Jahren dabei deutlich geändert:
Die Praxis wird langsam zu klein. Das gilt für die Räumlichkeiten genauso wie für den Terminplan. Das hat zur Folge, dass der chiropraktische Notdienst, als eine meiner besten Geschäftsideen in der Praxis, mittlerweile organisatorisch kaum noch realisierbar ist. Auch die Power Plate – Kunden müssen Veränderungen entgegen sehen: es gibt einen Aufnahmestop und Terminengpässe. Daher werde ich früher oder später personelle Änderungen vornehmen.

Mein Vorsatz für meinen 40. Geburtstag war es, meine Vergangenheit als Fitnesstrainer hinter mir zu lassen. Deshalb ist 2016 der letzte Rückenkurs „bei Tim“ gelaufen, und ich widme mich nun anderen Dingen.

Dafür geht die Osteopathie-Ausbildung voran. Im Oktober wurde das Modul „Craniosacrale Therapie“ absolviert. Womit es wieder zu neuen Impulsen und Entwicklungen in der Praxis kommen wird. Die Massage-Therapie ist mittlerweile neben der Chiropraktik Kernmethode der Praxis geworden. In wieweit sie der Osteopathie weichen wird, ist nicht abzusehen.
Nicht zu vergessen ist die Ohrakupunktur, welche neben den manuellen Behandlungen in der Praxis jedoch einen relativ kleinen Anhängerkreis genießt. Aber auch heute noch kommen Patienten nur wegen dieser Methode in meine Praxis.

Heute habe ich nach 5 Jahren tatsächlich eine gut laufende Praxis, in der ich bereits viel erlebt habe, und das waren zum Glück überwiegend tolle Erlebnisse. Daher kann ich alle Heilpraktikeranwärter nur ermuntern: macht Euer Ding. Es wird funktionieren! Tatsächlich brauchen wir noch mehr! Wir brauchen noch mehr Heilpraktiker, und mehr Ärzte, die von alternativen Heilmethoden überzeugt sind und der Naturheilkunde das notwendige Fundament geben, damit sie bestehen bleiben kann. Denn die Pharmaindustrie arbeitet unnachgiebig daran, alles zu zerstören, was gesund macht und keinen Profit bringt! Es gibt Heilpraktiker, die behaupten, dass es zu viele Heilpraktiker (derzeit geht man von ca. 370.000 praktizierenden Ärzten und 40.000 praktizierenden Heilpraktikern in Deutschland aus) gibt. Das sind die, die Angst um ihren Profit haben. Genauso wie die Pharmaindustrie[1]. Aber Qualität setzt sich durch. Und da Heilkunde kein Egotrip sein darf, brauchen wir noch mehr Heilpraktiker. Und wir brauchen endlich wieder mehr gute Ärzte. Und keine Rezeptierer und Theoretiker.

Also sehe ich mich auch noch die nächsten 20-30 Jahre als Ihren Ansprechpartner in Sachen alternative Gesundheitskonzepte!

Ich bedanke mich erneut nach diesem fünften Jahr, für die Treue einer stetig wachsenden Patientenschaft, die nun mal auch bei mir in der Praxis der Grundstock für Erfolg ist. Ich hoffe, dass Sie den Weg in meine Praxis möglichst selten einschlagen  müssen, denn wenn Sie es müssen, geht es Ihnen wahrscheinlich nicht gut. Wenn Sie aber zu mir kommen, hoffe ich, dass Sie es gerne tun, mit der Sicherheit, dass es ab da besser wird. Schicken Sie auch weiterhin Ihre Familien und Bekannten zu mir, denn das ist eigentlich der viel größere Lohn als das Geld, dass jemand mal unsinniger Weise erfunden hat: das Vertrauen, dass sich durch eine Weiterempfehlung ausdrückt! Vielen Dank.

„Zuerst einmal nicht schaden!“ – Hippokrates

 


[1] Der Konzern Bayer produziert ebenso Krebsmedikamente wie neuerdings auch über den aufgekauften Konzern Monsanto das umstrittene, krebserregende Pestizid Glyphosat. Das ist doch ein hervorragendes Geschäftskonzept. Das ist in etwa so, als würde ich meinen Patienten nachts den Wohnungseingang vereisen, damit sie morgens „auf den Allerwertesten“ fallen …Der Blutverdünner Xarelto der Firma Bayer sollte dem Konzern ZWEI MILLIARDEN DOLLAR JÄHRLICH in die Tasche wirtschaften, hatte aber bereits im ersten Jahr über 900 unerwünschte Nebenwirkungen, inklusive 72 Todesfälle. Davon spricht in den Medien natürlich niemand. Verstehen Sie den Irrsinn? Medikamente werden „designed“, damit sie dem Hersteller Profit einbringen. Nicht, um zu heilen. Und das es keine Nebenwirkungen gibt, sondern nur eine WIRKUNG, darüber wird der Patient i.d.R. nicht aufgeklärt. Deshalb machen Migränemittel häufig Kopfschmerzen, Medikamente gegen Schwindel erzeugen eben diesen. Die unglaublichste Nebenwirkung, die mir 2016 aufgefallen ist, war akuter Bronchospasmus („Atemnot“) bei einem Asthmamittel (akuter Asthmaanfall = Bronchospasmus = akute Atemnot).
„For a better Life“ – so laute der Slogan der Firma Bayer. Was hätte Hippokrates wohl dazu gesagt?
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