26.11.2020 – 9 Jahre Praxis in Berghofen.

Heute vor neun Jahren, am 26.11.2011, eröffnete ich meine Praxis in Berghofen. Seitdem ist einiges geschehen:

Finanzkrise, Klimakrise, Migrationskrise, Coronakrise. Man hat den Eindruck, irgendjemand erfindet immer wieder irgendwelche Krisen um uns das Leben schwer zu machen oder uns zur Kasse zu bitten. Persönlich gab es viele Ereignisse: Geburt meiner Tochter, persönliche Veränderungen. Die Praxis wuchs bis 2017 stetig, dann zerschmetterte ich mir mein linkes Handgelenk und lange war nicht klar, ob und wie ich meinen Beruf weiter ausführen können würde. Drei Operationen und viel Eigeninitiative später war klar: Alles ist möglich, wenn man es knallhart durchzieht. Die Praxis dankte es mir, indem sie ab 2018 wieder stetig weiter wuchs. Zeitweise arbeitete ich sogar mit Unterstützung. Dann kam die Coronakrise und hat alles auf den Kopf gestellt. Für uns alle. Allerdings konnte ich dieses Jahr dank Corona meine betrieblichen Abläufe soweit optimieren, dass mein geliebter Job wieder mehr Freude als Notwendigkeit wurde. Geld ist eben nicht alles. Deshalb war mir die Corona-Situation durchaus nützlich und ich bin ebenso dankbar dafür, wie für die Erfahrung mit meinem Handgelenk. Ob ich dies Erfahrungen noch mal machen möchte, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

Wir Heilpraktiker dürfen also immer noch ungestraft Schaden an unseren Patienten anrichten, weshalb der Zulauf in unsere Praxen offensichtlich nicht abreißt. Das hat dann sowohl verschiedene NGO´s als auch die Politik selber dazu veranlasst, endlich konsequent gegen die Heilpraktiker aktiv zu werden. Bis zum heutigen Tage ist vom Inhalt des Rechtsgutachtens zum Heilpraktikergesetz, in Auftrag gegeben durch die Bundesregierung, noch nichts vernommen worden, aber ich denke, es wird uns alle umhauen. Würde man die Ärzteschaft für jeden Fehltritt eines einzelnen Arztes so in Sippenhaft nehmen, wie man es derzeit mit den Heilpraktikern macht, wäre unsere Gesundheitssystem längst zusammen gebrochen. Aber auch die Abschaffung der Heilpraktiker (ob das überhaupt so einfach ist?) hätte gravierende Auswirkungen auf das gegenwärtige Gesundheitssystem. Tatsächlich sind die Behandlungsfehler durch Heilpraktiker verschwindend gering. Und der Vorwurf des Schadens durch Unterlassung, nämlich es als Heilpraktiker zu unterlassen, einen Patienten notwendiger Weise zum Arzt zu schicken, halte ich für übertrieben. Wir kennen unsere Grenzen. Auch wenn Skeptiker mantraartig etwas anderes behaupten. Ich vermute, kaum einer von jenen war jemals bei einem Heilpraktiker, und wenn doch, nach einer schlechten Erfahrung, sollte die Konsequenz nicht der Verriss eines ganzen Berufsstandes bedeuten. Das macht man in anderen Branchen schließlich auch nicht so. Dinge nur noch abstrakt durch Hörensagen, Medien oder Glauben zu wissen, ist derzeit sehr in Mode. Man nennt dass das postfaktische Zeitalter. Wir werden noch etwas damit leben müssen.
Wussten Sie im Übrigen, dass der Beruf des Politikers in Deutschland absolut keine Qualifikation oder Sachkenntnis erfordert? Jeder kann in die Politik. Man hat dann eben Berater. Und leider sieht man insbesondere in der heutigen Zeit, dass viele Politiker offensichtlich nicht durch Leistung in ihre Positionen gekommen sind. Bevor man also den Beruf des Heilpraktikers reformiert, sollte man vielleicht als erstes IRGENDWELCHE Kriterien schaffen, die politische Ämter regulieren …

Als ehemaliger Geschichtsstudent halte ich derzeit sehnsüchtig nach einem neuen Bismarck Ausschau. Nichts in Sicht …

In der Regel kommen meine Patienten austherapiert und hilflos nach einer Odyssee von Arztbesuchen in meiner Praxis an. Daher sind die Herausforderungen oft groß, ebenso wie die Erwartungen. Diesen gerecht zu werden, ist nicht immer einfach. Besonders in letzter Zeit wurde es immer häufiger notwendig, Patienten klar zu machen, dass sie keinen „psychischen Knacks“ haben, sondern dass es tatsächlich eine Ursache für ihre Beschwerden gibt. Offensichtlich werden immer öfter Patienten mit dem Vermerk „das ist psychisch bedingt“ abgearbeitet. Ein Offenbarungseid.

Leider ist diese damit häufig verbundene Hoffnungslosigkeit einzelner Menschen ebenso ein Phänomen unserer Zeit.

Insbesondere wäre da natürlich aktuell wieder diese leidige Corona-Krise als Verursacher solcher Hoffnungslosigkeit bei immer mehr Menschen. Es ist erschreckend, wie man bei Menschen, nicht nur Patienten, derzeit die psychischen Veränderungen sehen kann, welche durch die Corona-Situation erzeugt werden. Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit bis hin zu Wut und Aggression. Ich kann Ihnen nur raten: machen Sie den Fernseher aus und legen Sie die Zeitung beiseite. Oft ist das der erste Schritt, zur Ruhe zu kommen.

Letzten Endes werden wir sterben. So oder so. An Corona, Krebs, an der Impfung, die in kürzester Zeit aus dem Handgelenk geschludert wurde oder einfach alt, zufrieden und im Bett. Deshalb versuchen Sie es einfach mit Vertrauen. Haben Sie Vertrauen in sich und ihre Gesundheit. Dazu gehört natürlich, dass Sie sich um ihre Gesundheit kümmern, denn außer Impfung und Lockdown hat die Politik nichts mit Ihnen vor. So geht Fürsorge. Wenn es um Corona geht, seien Sie hingegen verantwortungsvoll, denn es gibt immer für jeden die Möglichkeit, krank zu werden. So, wie es immer für jeden die Möglichkeit gibt, durch einen Unfall ums Leben zu kommen. Wir können leider nicht für jeden Fall gewappnet sein. Wenn Gott uns bei sich haben will, wird er uns zu sich holen. Mit oder ohne Corona. Jung oder alt, krank oder Gesund. Wir können das maximal mit einer gesunden Lebensweise beeinflussen. Vertrauen ist in jedem Fall gesund.

Ich sagen Ihnen: ich sehe optimistisch in die Zukunft. Leider muss noch einiges geschehen. Aber genau das passiert gerade.

Ich bedanke mich für die letzten neun Jahre Treue vieler Patienten und bin dankbar für jeden neuen Patienten, der den Weg in meine Praxis findet und diese dann hoffentlich zufrieden verlässt. Die Tatsache, dass ich nach neun Jahren immer noch da bin, spricht dafür, dass das mehrheitlich so ist.
Wir werden sehen, ob ich in weiteren neun Jahren immer noch für Sie als Heilpraktiker da sein werde, oder wohin die Wege so führen. Wir müssen auf alles vorbereitet und für alles offen sein.

Vielen Dank!

Die Continentale / Landesdirektion Zellerer GmbH: „Keine Gefahr durch Heilpraktiker“

 Quelle: https://www.facebook.com/zellerer

„Keine Gefahr durch Heilpraktiker: Zahlen lügen nicht!“

‚Heilpraktiker richten viele Schäden an!‘ Eine Aussage, die derzeit von zahlreichen Medien kolportiert wird. Doch stimmt das überhaupt? Wir haben bei jemandem nachgefragt, der es wissen muss: Robert Zellerer, Landesdirektor „Die Continentale“ und seit 35 Jahren Berufshaftpflicht-Versicherer zahlreicher Heilpraktiker(innen).

Herr Zellerer, wie viele Heilpraktiker(innen) sind derzeit bei Ihnen Berufshaftpflicht-versichert?

Von insgesamt rund 47.000 bundesweit tätigen Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern sind derzeit rund 24.000 bei der Continentale mit Ihrer Berufshaftpflicht versichert. Davon entfallen ca. 12.000 auf unsere Landesdirektion: Die Zellerer GmbH, die ihren Sitz in München und somit im Bundesland Bayern hat, in dem von allen 47.000 bundesweit tätigen Heilpraktiker(inne)n nahezu die Hälfte praktiziert.

Wie schätzen Sie die Gefahrenlage in den Heilpraktikerpraxen ein: Kommt es häufig zu Schadensfällen?

Die Gefahrenlage ist definitiv sehr gering! Die Anzahl der Schadensfälle ist dermaßen minimal, dass ‚Die Continentale‘ nicht einmal einen eigenen Punkt in der Schadenstatistik für Heilpraktiker-Risiken vorsieht. Bei anderen Versicherern sieht es ähnlich aus. Weder bei manuellen Therapieverfahren wie Chiropraktik oder Osteopathie, noch bei invasiven wie Akupunktur oder Injektionen gibt es nennenswerte Schäden.

War das schon immer so?

Ich bin nun seit 35 Jahren in dieser Branche aktiv. In dieser Zeit hat sich der jährliche Beitrag für Berufshaftpflicht-Versicherungen von Heilpraktikern beim Unternehmensverbund Continentale nahezu halbiert: von 300,- DM netto (1985) auf 90,- Euro netto (2020). Dagegen hat sich die Versicherungssumme für Personen- und Sachschäden nahezu versechsfacht: von 1.000.000,- DM auf 3.000.000.- Euro.

Und dass eine Versicherung den Beitrag nicht senkt bzw. die Versicherungssumme erhöht, wenn tatsächlich viele Schadensfälle vorliegen würden, dürfte wohl jedem einleuchten. Wir Versicherer würden und müssten, wenn Heilpraktiker tatsächlich so schadensträchtig wären, die Beiträge schon entsprechend nach oben anpassen. Und dass man bei 35 Jahren durchaus von einem repräsentativen Zeitraum sprechen kann, steht wohl außer Zweifel: Zahlen lügen nicht!

Wie erklären Sie sich diese positive Entwicklung mit weniger Behandlungsschäden durch Heilpraktiker?

Meiner Meinung nach dürfte das vor allem daran liegen, dass sich das Angebot der Heilpraktikerschulen in diesem Zeitraum qualitativ und quantitativ stark verbessert hat. Die Gefahr der Patienten, wenn sie denn überhaupt jemals gegeben war, hat sich dadurch nachhaltig verringert.

Wenn es dann doch mal zur Meldung eines vermeintlichen Schadens kommt, beruht dieser meist eher auf einer falschen Erwartungslage einzelner Patienten, die austherapiert zum Heilpraktiker gehen und dann oft Wunder erwarten – bzw. fordern, weil Heilpraktiker-Behandlungen überwiegend aus der eigenen Tasche zu zahlen sind. Bleibt dieses Wunder dann aus, muss ein Schuldiger gefunden werden, damit man zumindest finanziell noch was rausholen kann.

…..man sollte sich eher fragen, warum die Beiträge für Ärzte immer schneller steigen…

Wie genau sieht es denn bei den Ärzten aus?

Bei den vergleichbaren Beiträgen zur Berufshaftpflicht-Versicherung für Ärzte haben wir gegenüber den Heilpraktikern im Marktvergleich oft einen fünfmal höheren Beitrag. So kostet die Berufshaftpflicht-Versicherung eines Heilpraktikers beim Unternehmensverbund Continentale derzeit 90,00 Euro netto jährlich bei einer Versicherungssumme von 3 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden. Ein Allgemeinarzt zahlt dagegen 866,00 Euro netto bei der gleichen Versicherungssumme.

Aussagen wie: ‚Heilpraktiker richten viele und hohe Schäden an‘ verunsichern deshalb nur und sind einfach nicht haltbar. Etwas Unwahres wird schließlich nicht richtiger, nur weil es von bestimmten Lobby-, Politik- und Medienvertretern immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt wird!

Heißt das: ‚Alles perfekt!‘ Oder sehen Sie weiteres Verbesserungspotenzial bzgl. Ausbildung und freier Therapiewahl der Heilpraktiker?

Da gibt es durchaus noch einige Dinge, die weiter verbessert werden könnten. So sollten meiner Meinung nach gewisse Standards eingeführt werden. Diesbezüglich auf einem tollen Weg ist zum Beispiel die ‚Initiative für Qualitätssicherung im Heilpraktikerberuf‘ (IQHP), die sich u.a. für die folgenden Ziele einsetzt: geregelte Dokumentation der Ausbildungsnachweise für Berufsanwärter, mehr Verantwortung und Kontrollpflichten für die Heilpraktiker-Berufsverbände sowie Schaffung einer gesetzlich-rechtlichen Standesregelung und eines Beschwerde-Management-Centers für Patienten.

Unabhängig vom vorliegenden Zahlenwerk möchten Teile der Politik sowie einige Lobbyisten den Beruf des Heilpraktikers dagegen am liebsten abschaffen. Was halten Sie persönlich davon?

Davon halte ich gar nichts! Man sollte dem mündigen Bürger schon selbst überlassen, welche Behandlung bzw. welchen Behandler er wählt. Und auch die Politik sollte sich ruhig einmal fragen, ob das Heilpraktikerwesen nicht auch für sie zahlreiche Vorteile birgt.

Einmal abgesehen vom wertvollen Beitrag der Heilpraktiker zur Gesundheit der Bevölkerung gibt es übrigens auch finanzielle Vorteile, die ich nochmals anhand einiger konkreter Zahlen erklären möchte: So beträgt das Jahresabrechnungsvolumen aller rund 47.000 hierzulande tätigen Heilpraktiker rund 1 Milliarde Euro, wovon zirka 530 Millionen Euro auf Selbstzahler und 470 Millionen auf Versicherte Privater Kranken Versicherungen (PKV) entfallen.

Bei einer angenommenen Durchschnittshöhe einer Heilpraktiker-Rechnung von 150,- Euro ergibt dies ein Stückzahlvolumen von etwas über 3 Millionen Rechnungen pro Jahr. Geht man nun davon aus, dass der PKV-Versicherte nach Abschaffung des Heilpraktikers zu einem Privatarzt geht, wird die Rechnungshöhe wohl eher 500,- bis 1000,- Euro betragen.

Bei Versicherten einer Gesetzlichen Krankenversicherung würden die Kosten durch den Wechsel vom Heilpraktiker zum Kassenarzt auf Grund der gesetzlichen Vorgaben zwar nicht ganz so explodieren. Dennoch würden auch im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung die Kosten steigen, weil ja dann der Kassenpatient, der den Heilpraktiker bisher selbst bezahlt hat, wieder zum Kassenarzt geht, was letztendlich alle gesetzlich Versicherten mitfinanzieren müssten..

Herr Zellerer, ich danke Ihnen für diesen Blick hinter die Kulissen und Ihre offenen Worte.

Das Interview führte Johannes W. Steinbach vom Pressebüro JWS, Konz.

Firmenporträt Zellerer GmbH:

Die Zellerer GmbH, München, hat den Status einer Landesdirektion des Versicherungsunternehmens ‚Die Continentale‘. Geschäftsführer Robert Zellerer versichert seit mehr als 35 Jahren Angehörige verschiedener Heil- und Gesundheitsberufe (insbesondere Heilpraktiker) und gilt als profunder Kenner des Heilpraktikerwesens.

2020 wurde unter seiner Federführung u.a. das verbandsunabhängige ‚Wirtschaftbündnis Naturheilkunde‘ ins Leben gerufen, das den Zusammenschluss aller Unternehmen zum Ziel hat, die mittelbar oder unmittelbar mit der Naturheilkunde und den Heilpraktikern verbunden sind.

Firmenporträt Pressebüro JWS:

Das Pressebüro JWS hat seinen Sitz in Konz. Inhaber ist Johannes W. Steinbach, Journalist, Heilpraktiker und Buchautor. Zu den thematischen Schwerpunkten von Pressebüro JWS zählen Medizin/Naturheilkunde, Pharmazie/OTC, Ernährung/Lebensmittel und Handel/Wirtschaft.

Weitere Informationen:

www.wirtschaftsbuendnis-naturheilkunde.de

www.continentale.info

www.pressebuero-jws.de

Presseansprechpartner:

Die Continentale / Landesdirektion Zellerer GmbH

Robert Zellerer, Landesdirektor Die Continentale & Geschäftsführer Zellerer GmbH

Forstenrieder Allee 70

81476 München

zellerer@continentale.info

Telefon 089/74112231

Praxis während Lockdown ab November 2020

Liebe Patienten,

die Praxis bleibt auch während des erneuten Lockdowns ab November 2020 geöffnet.

Da Sie ein Anrecht auf medizinische Versorgung haben, können notwendige Heilbehandlungen unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Schutzverordnung NRW stattfinden.


Bei vorliegen von Erkältungssymptomen sollten Sie hingegen bitte Termine absagen.

Rechtsgutachten zu Behandlungsfehlern im Heilpraktiker-Beruf

Der Berufsverband „freie Heilpraktiker e.V.“, in dem ich selbst Mitglied bin, hat ein statistisches Rechtsgutachten zu Behandlungsfehlern durch Heilpraktiker in Auftrag gegeben.

Verfasserin ist Frau Paulina Pabel B.A. Soziologie.


Das gutachten kann hier als PDF heruntergeladen werden:

oder auf der Seite des Berufsverbandes:

www.freieheilpraktiker.com


Quelle:

Frau Paulina Pabel B.A. Soziologie für „Freie Heilpraktiker e.V.“: www.freieheilpraktiker.com

Hyperkapnie

Unter Hyperkapnie versteht man einen erhöhten Gehalt an Kohlendioxid (CO2) im Blut. Dieses Abfallprodukt des Zellstoffwechsels wird normalerweise über die Lunge abgeatmet. Meist liegt es an mangelnder Belüftung der Lunge (Hypoventilation), wenn sich das Gas im Blut anreichert. Das kann etwa bei der chronischen Lungenerkrankung COPD passieren. Lesen Sie hier mehr über mögliche Ursachen sowie die Behandlung von Hyperkapnie.


Entnommen aus (Quellenangabe):
netdoktor.de
https://www.netdoktor.de/symptome/hyperkapnie/

Praxisbetrieb und Corona

aktuelle Informationen zum Thema Praxisbetrieb während der Corona-Pandemie finden Sie ab sofort auf folgender Seite:

Praxisbetrieb und Corona


Letzte Mitteilung vom 24.03.2020:

NRW: Heilpraktiker-Behandlungen sind weiter zulässig: Auskunft des Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (24.03.2020): „Die Tätigkeiten von Angehörigen der Heilberufe mit Approbation und sonstigen Personen, die zur Ausübung der Heilkunde gem. § 1 Heilpraktikergesetz befugt sind, zählen nicht zu den in § 7 CoronaSchVO  geregelten „Dienstleistungen“. Diese Tätigkeiten sind weiterhin zulässig und für die Versorgung der Menschen in der aktuellen Situation unerlässlich. Die Richtlinien und Empfehlungen des RKI sollten dringend beachtet werden, ebenso die allgemeine Empfehlung – soweit möglich – Termine z.B. zu verschieben o.ä.“
Sollten Gesundheitsämter dies anders sehen, können Sie sich/sollten Sie sich zwecks Klarstellung an das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW wenden.

Quelle: www.freieheilpraktiker.com

Praxis ist zur Zeit trotz Corona geöffnet

Liebe Patienten,

zur Zeit ist die Praxis trotz Corona-Krise geöffnet.

Der Gesetzgeber hat bislang keine Maßnahmen ergriffen, um das zu ändern. Das ist auch logisch, geht es doch um Ihre Gesundheit.

Im Moment ist -noch- genügend Desinfektionsmittel vorhanden.

Die Praxis schließt erst -nach derzeitiger Sachlage-, wenn es in Verbindung mit meiner Praxis zu einem Verdachtsfall oder nachgewiesenen Fall von Corona (Covid 19) kommt. Dann begebe ich mich vorsorglich in Quarantäne.

Ich bitte Sie daher, vor allem im Interesse meiner Risikopatienten, bei den geringsten Symptomen einer Atemwegserkrankung, Ihre Termine abzusagen.

Patienten mit relevanten, schwerwiegenden Vorerkrankungen bitte ich ebenfalls, vorsorglich ihre Termine abzusagen, sollte es sich nicht um dringende, orthopädische Beschwerden handeln.

Tim Theuerkorn

Das Auge des Sturms

Liebe Patienten,
Liebe Leser

bereiten sich sich auf den großen „LockDown“ vor. Wir sind im Auge des Sturms angekommen, die ersten Menschen bekommen nun überhaupt kein Klopapier mehr.

Ernsthaft!
Immer mehr Menschen bekommen die Folgen der „Corona“-Krise nun vollends zu spüren. Und wie ich bereits in einem früheren Artikel schrieb: es wird noch schneller, noch mehr passieren. Das Finanzsystem kollabiert. Unser Staatssystem wird möglicherweise ebenfalls kollabieren. Und glauben Sie mir: das ist gut so.

Immer mehr Menschen in meinem Umfeld geraten in Panik. Allen voran derzeit die selbständigen Kleinunternehmer, die gerade überhaupt kein Licht am Ende des Tunnels mehr sehen wollen. Ich kann das nachvollziehen, bin ich doch selbst ein kleiner Einzelunternehmer. Nur packt mich irgendwie nicht die Angst!

Der Großteil der Menschen scheint vor allem ein Interesse daran zu haben, dass das Hamsterrad, das uns seit einer Ewigkeit wie in einem goldenen Käfig in der Sklaverei gefangen hält, weiter am Laufen zu halten. Steuernummern bekommt man heute noch vor der Geburtsurkunde. Da sieht man, wo der Hase lang läuft. Man hat auch gar nichts anderes gelernt. Der mit dem Goldenen Käfig verbundene Komfort darf aber vor allem nicht abhanden kommen. Dennoch bleibt unser derzeitiger Zustand nichts weiter als der goldene Käfig mit dem Hamsterrad als Zentrum unserer Anstrengungen. Diese Zeit, in der wir leben, und die jeder jetzt ganz bewusst und intensiv wahrnehmen sollte, dient genau diesem Zweck: auch noch den letzten Menschen aufzuwecken, bevor es zu spät ist, und man hart auf den Boden der Realität aufschlägt. Denn dann wird es sehr schmerzhaft,  mit den anstehenden Veränderungen fertig zu werden. Denn der Goldene Käfig bricht gerade zusammen. Und wenn alles gut läuft (und das wird es), wird am Ende auch das Hamsterrad weg sein. Raus aus der Komfortzone müssen wir aber nun in jedem Fall.

Zwei Dinge sind im Moment alles beherrschend:
1. wir werden alle an Corona sterben (vor 6 Monaten war es noch die Klimahysterie. Jetzt redet allerdings kaum noch jemand davon).
2. wir bekommen nichts zu essen mehr.

Ich sage Ihnen jetzt etwas:
SIE LEBEN. Und nur das zählt.

Erstaunlicherweise stellen in meinem Umfeld auch immer mehr Menschen fest, dass sich das Leben jetzt im Moment entschleunigt. Die ersten Menschen begreifen die Situation in dieser Republik als „Innehalten“. Die ersten Menschen kommen jetzt zur Ruhe. Es sind diese Menschen, die sich freiwillig nach Hause begeben, weil Sie die Unruhe, Hektik und Hysterie in den Straßen und Supermärkten nicht mehr ertragen.
Mich selbst erfasste vor zwei Tagen das starke Gefühl, dass es auch für mich jetzt Zeit wird, nach Hause zu gehen. Ich liebe meinen Beruf über alles, und ich bin gerne als Therapeut für andere Menschen da. Aber JETZT ist die Zeit, in der jeder sich um sich selber kümmern muss. Diese Zeit ist jetzt auch für mich gekommen. Im Sinne eines gesunden Egoismus‘ . Dies ist die Zeit, in der die Welt nicht unter geht, sondern in der die Welt aufsteigt. Und Wir MÜSSEN vorbereitet sein, wenn wir mit wollen.

Die Zeit der materiellen Vorbereitung auf das kommende Szenario ist so gut wie abgelaufen. Jetzt geht es um Ihre eigene, innere, mentale Vorbereitung.

Die Zeit daheim bietet uns die Möglichkeit in uns zu gehen. Befassen wir uns mit uns selbst und mit unseren Liebsten (am besten in dieser Reihenfolge). Richten wir uns aus und kommen wir zur Ruhe. Schöpfen wir Energie für den großen Sprung, den wir in Kürze machen können.
Wir haben jetzt die Möglichkeit, Dinge zu tun, für die wir sonst keine Zeit hatten (aber verlassen wir dabei nicht das Haus!). Beten wir, Meditieren wir. Denken wir nach über den Sinn des Lebens. Denn das sind die Themen, die in der nächsten Zeit relevant sind. Von der alten Welt wird nicht viel übrig bleiben.

Als die Fitnessstudios geschlossen wurden, war mein Ärger zuerst recht groß, denn ich wollte ja meinen Sport regelmäßig weiter machen. Er fehlt mir auch jetzt. Aber trotzdem habe ich bereits nach zwei Tagen feststellen können, wie sehr mich dieser, nur leicht veränderte Tagesrhythmus geerdet hat, und wie sehr mich das jetzt unterstützt. Und jetzt genieße ich es. Endlich finde ich wieder die Ruhe und die Zeit, Ihnen ein paar Zeilen zu schreiben, in der Hoffnung, dass Sie von meinem Optimismus eher angesteckt werden, als von Corona.
Überhaupt scheint Corona nur ein Vorwand zu sein für andere Dinge, die sich in Deutschland und dem Rest der Welt gerade abspielen. Was das wohl sein mag … kann zur Zeit nur Theorie sein. Wir werden sehen.

Wenn im Laufe der nächsten Tage Ausgangssperren oder sogar ein nationaler Notstand verhängt wird, verfallen Sie nicht in Panik. Bleiben Sie zuhause und genießen Sie die Zeit für sich. Es gibt so viel mehr als Sorgen um Geld und Corona-Viren.
Das Osterfest steht kurz bevor. Und die Christen unter den Lesern wissen, dass Ostern das Fest der Auferstehung Christi ist. Der März hingegen steht seit jeher im Zeichen des Mars, dem römischen Kriegsgott. Sein wir daher froh, dass der März fast vorbei ist.

Die beste Vorbereitung für stürmische Zeiten ist Ruhe bewahren. Begeben Sie sich in das Auge des Sturms, dort herrscht Ruhe. Und vertrauen Sie. Wenn Sie glauben, dass dass es nur noch Böses in der Welt gibt, seien Sie gewiss, dass es immer eine Gegenkraft geben muss. Das ist ein physikalisches Gesetz. Diese Kräfte ringen gerade um unsere Seelen.

Sollten wir uns vorerst in der Praxis nicht mehr sehen, wünsche ich Ihnen alles Gute, für die kommende, turbulente Zeit. Es wird sich deutlich schneller beruhigen, als Sie jetzt gerade wahrscheinlich annehmen.


Anmerkung am Rande:
ich stehe auch jetzt noch in meiner Praxis zur Verfügung. Alle bisher vereinbarten Termine können noch stattfinden.
Ein starkes, intuitives Gefühl sagt mir allerdings, dass das möglicherweise ab kommender Woche (Kalenderwoche 13/2020) vorerst nicht mehr möglich sein könnte. Sollte dieser Fall eintreten, werde ich mich umgehend bei Ihnen melden um Termine ggf. vorerst zu streichen.
Die Termine werden wir dann, solange das Ihr Wunsch ist, sobald als möglich nachholen.
Inwieweit es gestattet sein wird, Akutfälle mit starken Schmerzen zu behandeln, kann ich derzeit nicht beantwortet, werde dies aber zu gegebener Zeit auf dieser Seite mitteilen.

In jedem Fall stehe ich telefonisch für Sie zur Verfügung:
0231 – 98 33 98 50 oder 0231 – 13 07 23 34