Reflexzonen des Körpers – Diagnose und Therapie

Die wohl bekanntesten Reflexzonen des Körpers sind die Fußreflexzonen. Dabei sind sie bei weitem nicht die einzigen2015-07-22 14.27.06 Reflexzonen des Körpers. Wir kennen darüber hinaus auch Hand- Gesichts, Ohr – und Körperreflexzonen. Selbst im Bereich des Darms finden wir welche.  Es bilden sich zum Beispiel gerade auf dem Rücken wichtige Reflexzonen von Organen ab, die zu diagnostischen, wie Therapiezwecken eingesetzt werden können. Wer in den Regionen des Rückens mehr als nur Myogelosen, verklebtes Gewebe sieht, der kann neben der gezielten Stimulation vor allem eine zuverlässige Aussage machen und Rückschluss zu bestimmten Organen ziehen und damit Behandlungen wie Massage oder Schröpfen zu einer erfolgreichen Reflextherapie machen, um nicht nur Muskeln, sondern auch die damit verbundenen Organe zu behandeln. Umgekehrt wundert es bei Kenntnis solcher Sachverhalte nicht, wenn ein Asthmatiker im Bereich der Lungenreflexzone am Rücken Störungen aufweist, die ihm zusätzlich Verspannungs- und Rückenschmerzen bescheren, die irgendwie nicht in den Griff zu bekommen scheinen.

In der Praxis Theuerkorn hat sich damit die Massage recht schnell zu einem „Diagnostikum“ entwickelt, über das, in Rückschluss mit gestörten Reflexpunkten des Ohres, diagnostische Entscheidungen getroffen werden, welches ursächliche Problem einer Beschwerde ihren Schmerz verleiht. Die Massage als manuelle Behandlung wird dadurch weit mehr als ein rein therapeutisches Mittel, solange man bereit ist, die Zeichen zu deuten. Genauso verhält es sich bei den Reflexpunkten im Ohr. Sie lassen sich, wenn gestört,  zu diagnostischen Zwecken heranziehen und gleichzeitig ganz gezielt als Therapiepunkte einsetzen, um ein eigentliches, gestörtes Organ zu erreichen. Auf dieser Annahme basiert die Reflexpunkt-Akupunktur am Ohr: die Ohrakupunktur.

Die Übereinstimmung von gestörten Ohr- und Körperreflexpunkten, bildet damit die Grundannahme für eine zu entwickelnde Therapie. Gleichzeitig zeigen gestörte Reflexpunkte Erfolg oder Misserfolg eines Behandlungsverlaufs, wenn sie sich verändern oder gar „verschwinden“.

Bei der diagnostischen Vorarbeit in der Praxis Theuerkorn ist nach der Anamnese, bei der Untersuchung, insbesondere die Betrachtung und Austastung der Situation des Rückens und seiner Muskeln eine wesentliche Vorarbeit zur Erarbeitung einer Diagnose und der Suche nach Ursachen für Beschwerden. Danach erfolgt ggf. die Absicherung durch Feststellung  gestörter Reflexpunkte der Ohren, sowie in manchen Fällen auch des Gesichts und der Fußreflexzonen. Anhand der Ergebnisse lassen sich dann Massagen oder Reflex-Akupunktur (Auriculo-Therapie) zusammen mit weiteren therapeutischen Methoden kombinieren.

Die Schlussfolgerungen solcher Untersuchungen führen i.d.R. zu einem Behandlungsschema, das auf mehreren Ebenen IMG_0277verläuft und dabei Ursachen und Symptome gleichermaßen Erfassen kann. So findet die Behandlung meistens auf einer symptomatischen, noch nicht direkt organbezogenen Ebene, einer organbezogenen, und damit auch nervalen Ebene, sowie einer ursächlichen, häufig mentalen, seelischen oder wissenschaftlicher ausgedrückt: auf einer psychologischen Ebene statt. Wie beim Ausblättern einer Zwiebel stößt man dabei von Behandlung zu Behandlung weiter zum Kernproblem vor, welches sich Patient und Therapeut häufig erst im Verlauf einer Behandlung gänzlich erschließt. Die ursächliche Ebene und damit der eigentliche Grund, warum jemand akut oder chronisch erkranken kann, ist der schwierigste Punkt, der bei einem Genesungsprozess bearbeitet werden kann, und nicht immer ist der aktuelle Therapeut der richtige Therapeut. Manchmal aber auch, ist die Zeit für den Patienten noch nicht gekommen, sich mit diesen Fragen auseinander zu setzen, womit man bei der Behandlung sehr oft auf einer organischen und symptomatischen Ebene verweilt bis Linderung eintritt. Tatsächlich kann man bis zu einem gewissen Grad Beschwerden ohne Behandlung ursächlicher Problematiken zum Verschwinden bringen, allerdings wird das Problem so nicht beseitigt. Da unser Körper mehrere Möglichkeiten hat, einer seelischen Dysbalance Ausdruck zu verleihen, wird sich dasselbe Problem voraussichtlich an anderer Stelle und mit anderen reflexiven Verknüpfungen erneut manifestieren.

Am Beispiel Allergie Typ I, immune Sofortreaktion:

Deutung der Allergie auf psychosomatischer Ebene.

Allergische Reaktionen haben i.d.R. etwas mit Ablehnung und Aggression zu tun. Es ist die (unnötige) Abwehr gegen etwas, was eigentlich unproblematisch ist. Die Allergie steht daher für einen Konflikt zwischen Individuum und Umwelt. Das zweite Problem der Allergie ist, dass dieser Konflikt auf psycho-sozialer Ebene offensichtlich nicht gelöst werden kann, und die damit verbundene Aggression nicht zum Ausdruck gebracht wird. Daher äußert sich dieses Problem als allergische Reaktion, weil der Körper den Ausdruck übernimmt, den die Seele nicht vollbringen kann. Nun bleibt zu unterscheiden, wie sich die Allergie äußert:

Haut = Abgrenzung zur Umwelt, „Eigenbrötelei“

Nase = Abwehr, „die Nase voll haben“

Lunge = Abgrenzung und damit auch verbunden: erschwerte Aufnahme, „hereinlassen“, sowie erschwerte Abgabe „herauslassen“ (bei Asthmatiker ist das Ausatmen deutlich erschwert).

 

Mit der Allergie verbundene Fragen:

Was reizt mich?

Was macht mich wütend, aggressiv?

Was lehne ich ab?

Wie stehe ich zu meiner Umwelt?

Die Darstellung der entsprechenden Reflexpunkte stellt sich von Patient zu Patient in der Regel vollkommen unterschiedlich dar, wobei davon ausgegangen werden kann, dass spezielle Reflexstörungen im Bereich Lunge, Nase und / oder Auge 20130913_131252beim Beispiel Allergie häufig vorliegen. Dazu kommen dann verschiedene Reflexzonen der Soma und Psyche, wie: Darm, Immunsystem, Angst, Aggression, Depression oder auch Reflexzonen, die mit Suchtverhalten in Verbindung stehen.

Die Behandlung einer  sich vor allem über die Haut äußernden Allergie (z.B. Neurodermitis), könnte bei rein symptomatischer Behandlung zur Folge haben, dass sich die Haut beruhig und im weiteren dafür ein allergisches Asthma verstärkt wird, oder gar erst auftritt. Umgekehrt könnte ein symptomatisch behandeltes allergisches Asthma, und das kommt bei der schulmedizinischen Desensibilisierungen (eigentlich Hyposensibilisierung) sehr häufig vor, dazu beitragen, dass der Patient ggf. an Neurodermitis neuerkrankt, während andere Allergiesymptome verschwinden.

Fazit

Mit den Erkenntnissen der gestörten Reflexzonen lassen sich organische und körperliche Verknüpfungen geistig-seelischer „Dysbalancen“ erkennen und behandeln. Gleichzeitig können gestörte Reflexpunkte wiederum Hinweise liefern, welchen  Beschwerden und  Erkrankungen  in Zusammenhang stehen und damit ganzheitlich therapiert werden.

Die hier gemachten Aussagen vertreten keinen wissenschaftlich anerkannten Standpunkt. Die hier gemachten Aussagen können und wollen eine möglicherweise notwendige therapeutische Behandlung nicht ersetzen. Bei anhaltenden Beschwerden suchen Sie bitte immer Rat bei einem Arzt oder Heilpraktiker.
Aus rechtlichen Gründen weise ich besonders darauf hin, dass bei keiner der aufgeführten Therapien der Eindruck erweckt werden soll, dass hier ein Heilungsversprechen meinerseits zugrunde liegt, bzw. Linderung oder Verbesserung einer Erkrankung garantiert oder versprochen wird.

Übersäuerung / Milieu-Entgleisung

552603_web_R_K_B_by_Carsten Jünger_pixelio.deDie Übersäuerung ist ein überaus wichtiges Thema in der Naturheilkunde und Alternativmedizin. In der Schulmedizin hingegen wird sie, wie vieles andere, fast gar nicht beachtet. Vielmehr wird man als Patient, wenn man einen Arzt auf eine Übersäuerung anspricht, mit den Worten abgetan: „Bis man übersäuert, das dauert schon seine Zeit! Machen Sie sich mal keine Sorgen!“ (*)

Foto: Carsten Jünger  / pixelio.de                                                                                   

Das Schlimme ist: Der Arzt hat recht. Es dauert wirklich seine Zeit. Darum leiden ja vor allem Menschen ab 40 Jahren, manchmal relativ plötzlich, an chronischen Erkrankungen bis hin zu Krebs. Solche Entwicklungen nehmen nicht in 1-2 Wochen oder Monaten ihren Lauf. Nein, wenn eine systemische Übersäuerung des Organismus´ pathogene Züge annimmt, also krank macht, dann sind meistens schon einige Jahre ins Land gezogen und haben den Weg für chronische Erkrankungen bereitet.

KEINE chronische Erkrankung kommt über Nacht. Es sei denn, Sie ist, was natürlich auch möglich ist, angeboren.

Wie entsteht also eine Übersäuerung, was genau ist eine Übersäuerung und was macht sie mit unserem Körper?

Genau genommen sind wir (fast?) alle von einer Übersäuerung betroffen. Nur Babys kommen mit einem ausgeglichenen Säure-Base-Haushalt und einem intakten Bicarbonatpuffersystem zur Welt. Danach setzt ein langsamer, schleichender und unbemerkt ablaufender Prozess einer Übersäuerung des Organismus´ ein. Er wird durch unsere (falsche), zu säurereiche Nahrung und durch wiederkehrenden und zu leichtfertigen Gebrauch von Chemikalien, vor allem Medikamente und Genussmittel, hervorgerufen. Weitere begünstigende Faktoren für eine Übersäuerung können anhaltender Stress, chronische Magenschleimhautentzündungen und Sport unter den falschen Bedingungen sein. Wie weit andere, schädigende Umwelteinflüsse eine Übersäuerung begünstigen, kann dieser Artikel nicht beantworten.

Alle genannten Faktoren führen dazu, dass unserem Bicarbonatpuffersystem, dass als Säurepuffer im Organismus fungiert, irgendwann die Mineralien ausgehen um Säure puffern zu können. An diesem Punkt setzt der Übersäuerungsmechanismus ein und Säure, die nicht mehr „geblockt“ und abtransportiert werden kann, verweilt im Körper und führt hier zu: Übersäuerung des Verdauungstraktes, des Bindegewebes und teilweise auch des Blutes (gehört zum Bindegewebe).

Als nächstes versucht der Körper alle möglichen Reserven zur Säurepufferung zu aktivieren und greift dabei z.B. auf die großen Elektrolytspeicher wie Zähne und Knochen zu. Daher haben wir es bei chronischen und degenerativen Knochenerkrankungen so häufig mit einer (nicht beachteten) Säureproblematik zu tun. Es kommt zu Mangelerscheinungen. Gleichzeitig kann ein womöglich nicht voll funktionstüchtiger Verdauungstrakt, aufgrund einer Schleimhautatrophie durch eine anhaltende und nicht zu puffernde Magenübersäuerung, weder genügend Nährstoffe aufspalten, geschweige denn überhaupt, durch eine gestörte Darmschleimhaut einwandfrei resorbieren. Die Folge ist weiterer Mangel.

In den subakuten Stadien einer Übersäuerung nimmt man u.U. gar keine so großen Belastungen war. Man merkt halt, dass die Knochen nicht mehr so wollen, wie sie mal konnten, die Muskeln werden halt immer härter, steifer und neigen zur Verspannung. Der Magen wird empfindlicher. Hat man sich früher alles in den Schlund zwängen können, braucht man heute nach einem üppigen Mahl Bullrichsalz. Und die Infektanfälligkeit! Na gut, man ist halt keine 20 mehr, da dauert ein grippaler Infekt 2 Wochen und noch mal 2 um sich zu erholen. Das ist doch vollkommen normal, weil es ja allen (zumindest den meisten) so geht. Man hat das ganze Problem unter „alt werden“ abgehackt. Über diesen Punkt kann man streiten. Denn manche Menschen sind schon mit 40 Jahren alt und andere mit 70 putzmunter. „Gene“ sind nur ausreden für die Verantwortung, die man nicht übernehmen will. Verantwortung für den eigenen Körper und das eigene Wohl zu übernehmen bedeutet vor allem: gesunde Lebensweise.

Der Wissenschaftler Prof. Dr. Enderlein fand in seinen Untersuchungen heraus, dass sich verschiedene Mikroorganismen im menschlichen Körper unter bestimmten Bedingungen verändern. Er stellte fest, dass wesentlich bedingt durch das Milieu (pH-Wert) des Wirtes, Mikroorganismen zu pathogenen Erregern werden können. Man nennt diesen Prozess Pleomorphose. Die Pleomorphose eines Mikroorganismus steht der schulwissenschaftlichen Lehrmeinung des Monomorphismus´ entgegen. Die Lehrmeinung des Monomorphismus´ geht davon aus, dass jedem Lebewesen nur eine einzige Existenzform gegeben ist, daher keine Veränderung oder Entwicklung möglich ist.

Enderlein stellte jedoch unter mikroskopischen Untersuchungen sehr genau fest, dass die Pleomorphose möglich ist und so aus Mikroorganismen, die eigentlich als Symbionten im Organismus funktionieren, vor allem durch eine negative Veränderung der Rahmenbedingungen (Übersäuerung), parasitäre und pathogene Erregerstämme werden können.

Ein besonderes Beispiel, dass allerdings nicht auf Enderlein zurück geht, ist der EHEC-Erreger. Das Escherichia Coli – Bakterium in der bovinen oder humanen Form ist ein physiologisches Bakterium in der Darmflora von Mensch und Rind. Erst die Überfütterung der Rinder mit Mais-Stärke (weil billiger als Heu und Stroh), führte zu Gärungsprozessen durch eine Zuckerüberschuss in den Kuhmägen und damit zu einer Übersäuerung des Vieh-Magens und Darms, die dann wiederum den pathogenen EHEC-Erreger mutieren lassen konnte. Wer sich schon mal mit amerikanischer Landwirtschaft beschäftigt hat, weiß, dass amerikanische Rinder eine Öffnung im Rumpf haben, durch die ein Veterinär den Mageninhalt „manuell“ vermengen und durchkneten kann, damit der Magen quasi „entlüftet“ wird. Man hat hier zugunsten des Geldbeutels eine Büchse der Pandora geöffnet. Das Ergebnis ist nicht nur eine schwere EHEC-Epidemie in Amerika und Europa.

Ein weiteres Beispiel ist Candida Albicans. Die Schulmediziner können enorm viel Geld mit der Behandlung von Pilzerkrankungen verdienen. Immerhin kann ein Candida-Befall so ziemlich überall auftreten, womit jedem Spezialisten, vom Gastroenterologen bis zum Hautarzt genüge getan wird. Der Heilpraktiker darf Candida laut Infektionsschutzgesetz übrigens nicht behandeln. Candida ist ein physiologischer Pilz, der im Darm verweilt und, ähnlich wie der Pilz im Wald oder Misthaufen, „die Reste“ verwertet. Allerdings liebt dieser Pilz Zucker und Hefe. Und da wir in dieser Gesellschaft leider auf der Basis von Zucker, Hefe und Fett essen, ist der Weg des Candida vom Symbionten zum Parasiten vorgezeichnet. Er vermehrt sich eben explosionsartig unter dem reichen Nahrungsangebot und stiftet dann hier und da vehement Unruhe.

Diese Beispiele ließen sich gar endlos weiterführen, es würde allerdings diesen Artikel nur künstlich in die Länge ziehen. Wesentlich ist, dass durch eine „Milieuverschiebung“ (pH-Wert-Umkehr / Übersäuerung) unzählige Mechanismen in Gang gesetzt werden, die früher oder später zu einem chronischen Leiden führen können. Es gilt daher in der Naturheilkunde bei der Behandlung von chronischen Erkrankungen, egal welcher Art, immer nach Indizien einer Übersäuerung / Milieuverschiebung zu suchen. Der Wichtigste Faktor ist hier immer die Ernährung. Denn schauen wir genauer auf unsere Ernährungsgewohnheiten, stellen wir fast immer fest, dass unsere Ernährung zu Vitamin- und Ballaststoffarm, dafür aber zu reichhaltig an Kohlehydraten und Zucker sowie Fetten und tierischen Eiweißen ist. Wir haben bei den genannten Nahrungsmitteln, mit wenigen Ausnahmen, ausschließlich „saure“ oder säurebildende Nahrungsmittel. Das gilt ganz besonders für Zucker und Genussmittel, sowie Fleisch. Ziel einer Therapie muss deshalb immer eine Anpassung der Ernährungsgewohnheiten in Verbindung mit einer gezielten Entsäuerung sein.

Ein weitere Faktor ist die Dauermedikation mit bestimmten Medikamenten. Hier spielen vor allem ASS, Betablocker, Antirheumatika und Schilddrüsenmedikamente wie L-Thyroxin, sowie Chemotherapeutika eine große Rolle. Die Frage stellt sich, wie weit hier eine Medikation in Verbindung mit einer Entsäuerung angepasst werden kann, oder ggf. sogar überflüssig wird.

Nicht zuletzt verursacht Stress vor allem durch eine chronische Magenübersäuerung, Gärungsprozesse im gesamten Verdauungstrakt und früher oder später eine systemische bzw. globale Übersäuerung. Viele Patienten mit chronischen Gastritiden leiden früher oder später an Laktose- und Fruktoseintoleranz und wiederkehrenden Candida-Belastungen. Schon der regelmäßig geblähte Bauch und das Roemheld-Syndrom können Indiz für eine Candida-Intoxikation sein.

Eine alternativmedizinische Beratung hinsichtlich verschiedener chronischer Leiden, sollte immer diese Aspekte mit einbeziehen um wirkungsvoll sein zu können. Wenn Sie auf der Suche nach alternativen Heilmethoden und Therapeuten sind, fragen Sie immer nach dem wichtigen Thema Übersäuerung.

Chronische Erkrankungen, die als Ursache eine Säure-Basen-Verschiebung / Milieuentgleisung haben können:

Rheumatoide Leiden
Vor allem Psoriasis, Arthrose, Osteoporose, Fibromyalgie
Chronische Gastritiden (Ursache oder Folge einer Übersäuerung) / Sodbrennen
Chronische Verdauungsstörungen / Lebensmittelunverträglichkeiten / Zöliakie / Reizdarm
Chronischer Kopfschmerz
Chronische Verspannungen
HWS / BWS / LWS – Syndrom
Bandscheibendegenerationen genauso wie jegliche andere Knorpeldegeneration
Herzkreislauferkrankungen / Bluthochdruck
Katarakt
Apoplexie
Krebs

Die hier gemachten Aussagen vertreten keinen wissenschaftlich anerkannten Standpunkt. Nicht destotrotz gibt es vor allem zur Theorie der Pleomorphose wissenschaftliche Untersuchungen und Beweise, die von der herrschenden Lehrmeinung bewusst missachtet werden.

Die hier gemachten Aussagen können und wollen eine möglicherweise notwendige therapeutische Behandlung nicht ersetzen. Bei anhaltenden Beschwerden suchen Sie bitte immer Rat bei einem Arzt oder Heilpraktiker.

Aus rechtlichen Gründen weise ich besonders darauf hin, dass bei der hier vorgeschlagenen Therapie der Entsäuerung nicht der Eindruck erweckt werden soll, dass ein Heilungsversprechen meinerseits zugrunde liegt bzw. Linderung oder Verbesserung einer Erkrankung garantiert oder versprochen wird.

                                                                                                                                                                    

(*) Damit der Leser nicht davon ausgehen muss, dass es sich bei dem Thema Übersäuerung um ein unwissenschaftliches Hirngespinst von Heilpraktikern handelt, folgende Quellenangabe:
Dr. Alex Loyd und Dr. Ben Johnson, Der Healing Code, rororo, 26. Auflage 2014, S. 26.

Dr. Ben Johnson betreibt eine Krebsklinik in Atlanta, USA, in der er Krebs alternativ behandelt. Er führt auf der angegebenen Seite aus, dass er eine Gewebsazidose  und Sauerstoffmangel u.a. als begünstigende Faktoren für die Entstehung von Krebs annimmt. Er beruft sich dabei auf den Nobelpreisträger Otto Warburg, im Zusammenhang mit Sauerstoffmangel, der nunmal eine Gewebsazidose hervorruft. Das kennen wir von Leistungssportlern.
In einer Fußnote auf Seite 25 behauptet Johnson, dass er und Dr. Loyd nur alternative Heilmethoden anwenden, die wissenschaftlich überprüfbar sind.
Was fangen wir nun mit dieser Information an? Der Mainstream wird nun behaupten, dass die beiden genannten Schulmediziner natürlich trotzdem fernab jeglicher wissenschaftlicher Realität agieren und damit versuchen die Glaubwürdigkeit der beiden Mediziner zu untergraben. Das ändert aber nichts an den Heilerfolgen, welche die beiden und jeder andere Therapeut auf der Basis dieser Annahme erzielt.

Biologische Therapien / Milieuregulation

Der Fokus bei biologischen Therapien in der Naturheilpraxis Theuerkorn  liegt in erster Linie bei der Behandlung chronischer Magen-Darm-Probleme und einer häufig daraus resultierenden Übersäuerung des  Organismus´.

In unserer heutigen, schnelllebigen Zeit leiden immer mehr Menschen unter chronischen Magen-Darm-Problemen, Unverträglichkeiten und folglich daraus resultierenden Mangelerscheinungen, Infektanfälligkeit durch Nährstoffmangel, und chronischen Durchfällen.
Grund sind häufig nicht nur falsche, einseitige Ernährung sondern auch Stress und Dauermedikation, welche zu einer Entgleisung des Milieus (Übersäuerung) führen können und dann den kompletten Verdauungstrakt auf den Kopf stellen.

Es gibt hier verschiedene Methoden, Magen und Darm und ihre Flora zu regulieren und den Zustand zu optimieren, damit Folgekrankheiten vorgebeugt werden können.
in diesem Zusammenhang arbeite ich in erster Linie mit isopathischen und homöopathischen Mitteln, welche das Milieu in mehreren Schritten wieder herstellen können und somit den Verdauungstrakt regulieren.

Verschiedene chronische Leiden können neben einer angepassten Ernährung, vor allem durch die Behandlung einer chronischen Magen-Darm-Problematik günstig beeinflusst werden. Und häufig können solche Vorerkrankungen bei verschiedenen Beschwerdebildern im Vorfeld gefunden werden und bestimmen so häufig den Verlauf einer Therapie.
Eine Optimierung der Stoffwechsellage kann nicht immer allein durch Ernährung erreicht werden, so dass in manchen Fällen eine Behandlung des Verdauungstraktes angebracht ist.

Es muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass es sich bei der Anwendung homöopathischer und isopathischer Heilmittel um wissenschaftlich nicht bewiesene Heilmethoden handelt und daher ein Heilerfolg nicht versprochen werden kann und darf.

Chiropraktik

Die Chiropraktik ist eine gezielte Handgrifftechnik zur Repositionierung von Gelenken, mit dem Ziel, die ursprüngliche Beweglichkeit wiederzuerlangen.
An der Wirbelsäule, den Rippen, Armen und Beinen werden zielgerichtete und rasche Bewegungen angewendet, um Blockaden zu lösen und Fehlstellungen zu korrigieren. Diese biomechanische Methode geht dabei, wie zu oft fälschlicher Weise angenommen, ohne Ruck und erhöhten Kraftaufwand vor, um erworbene Fehlstellungen zu beheben.

Die Ursprüngliche These, dass Fehlstellungen und dauerhafte, irritierte Nerven nicht nur zu Erkrankungen des Bewegungsapparates, sondern auch zu organischen Störungen führen könnten, ist wissenschaftlich derzeit nicht belegt, bildet aber die Kernaussage, der ursprünglichen chiropraktischen Lehre. Die Frage, ob man organische Erkrankungen durch einen chiropraktischen Eingriff beheben kann, sei dahin gestellt. Trotzdem konnten Verbesserungen von organischen Beschwerden nach einem gezielten Eingriff, besonders an der Wirbelsäule beobachtet werden. Diese Erkenntnisse sind allerdings ebenfalls nicht wissenschaftlich belegt.
In der Naturheilkunde und ganzheitlichen Medizin hat die Chiropraktik daher allerdings durchaus auch eine diagnostische Bedeutung.
Geht man davon aus, dass Nerven, die rechts und links neben der Wirbelsäule aus dem Spinalkanal austreten, und welche für die nervale Steuerung eines spezifischen Organsystems zuständig sind, durch eine Fehlstellung der Wirbel irritiert werden, muss man sich gleichzeitig die Frage stellen, ob die Funktion eines Organs ebenso beeinträchtigt wird, wie der Nerv selbst in seiner Funktion.
Typische Beschwerden einer Wurzelkompression eines Nervs an der Wirbelsäule, sind Mißempfindungen, Lähmungserscheinungen und Schmerzen. Das Ischias-Syndrom, bei dem es zu diesen Symptomen durch Irritation von sensiblen und motorischen Nerven im Lendenwirbelbereich kommt, zeigt den Mechanismus  systemischer Ausfälle in den Beinen bei nervaler Irritation durch z.B. Blockaden der Wirbelsäule oder Beckengelenke. Man sollte sich also die Frage stellen, ob ebenso die Funktion von Organen durch so eine Irritation eingeschränkt wird. Da die notwendige nervale Steuerung der Organe ebenso über das Rückenmark verläuft, muss man annehmen, dass durch eine Störung im Nerv, die Organfunktionen gestört oder wesentlich in ihrer Funktion beeinträchtigt werden, solange eine Blockade bestehen bleibt.

Die häufig angenommene und befürchtete „Überdehnung“ des Bandapparates wird bei einem chiropraktischen Eingriff hingegen nicht erreicht, da mit der Repositionierung eines Gelenks gleichzeitig die Normalstellung des Band- und Muskelapparates erreicht wird. Ein betroffenes Gelenk wird dabei lediglich leicht über seinen normalen Bewegungsradius hinaus bewegt, ohne die anatomischen Grenzen zu überschreiten und physiologischen Gegebenheiten außer Acht zu lassen. Anstelle des so oft angenommenen, „brachialen“ Rucks, wird lediglich mit leichtem Impuls über den Radius eines Gelenks bewegt. Das dabei häufig wahrgenommene Knacken ist jedoch nicht das Knacken der Knochen, sondern das Lösen eines Vakuums, das durch eine Fehlstellung, Subluxation, bzw. den verschobenen, verdrehten oder gekippten Wirbel, in einem Gelenk entstanden ist.

Die Chiropraktik wird heute auch als Teil der strukturellen Chiropraktik und sanften Osteopathie  angesehen. Chiropraktiker wie Dr. Ackermann legten besonderen Wert auf eine sanfte Methode, die möglichst schmerzfrei, und unter Berücksichtigung kausaler Zusammenhänge im gesamten Organismus Mensch, wirken sollte. Aus diesem Grund kann die Chiropraktik durchaus als ganzheitliche Heilmethode gelten und ergänzt hier andere ganzheitliche Therapieformen.

Aus rechtlichen Gründen weise ich besonders darauf hin, dass bei keiner der aufgeführten Therapien der Eindruck erweckt wird, dass hier ein Heilungsversprechen meinerseits zugrunde liegt bzw. Linderung oder Verbesserung einer Erkrankung garantiert oder versprochen wird.

Makuladegeneration Teil I: Schulmedizinische Therapie

Quelle: „Makuladegeneration – Schulmedizinische und alternative Therapieverfahren im Vergleich“ Hrsg.: SOS Augenlicht e.V., 4. Aufl. 2009.

Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem Problem der Makuladegeneration. Ziel ist es, betroffene nicht nur auf das als Basis der Ausführungen oben genannte Buch aufmerksam zu machen, sondern zu informieren, welche Therapiemöglichkeiten bei dieser Erkrankung bestehen und wie viele Behandlungserfolge zu erwarten sind.

Grundsätzlich geht die Schulmedizin davon aus, dass eine vorliegende Makuladegeneration nicht heilbar ist.
Untersuchungen haben hingegen festgestellt, dass eine Makuladegeneration (kurz: MD) dann regenerierbar ist, wenn das Netzhautgewebe noch lebt. Allerdings handelt es sich an dieser Stelle um Untersuchungen der alternativen Medizin. Die Schulmedizin hingegen neigt, wie so oft dazu, solche Erkenntnisse zu ignorieren.
Man muss an dieser Stelle anmerken, dass durch verschiedene Therapieverfahren bislang keine MD vollständig geheilt werden konnte. Ob dies jemals der Fall sein wird, ist fraglich. Allerdings hat man insbesondere bei der alternativen Medizin manchmal längerfristige oder kurzfristige Verbesserungen des Sehvermögens erreichen können. Ebenso konnte das Voranschreiten der Degeneration verlangsamt oder zeitweise sogar gestoppt werden.

Man unterscheidet bei der MD zwischen einer trockenen und einer feuchten MD.
Schulmedizinisch wird nur die feuchte MD behandelt, in der Regel mit dem Ziel, Gefäßwachstum zu unterdrücken und ein Voranschreiten der Erkrankung zu verlangsamen oder zu stoppen. Die trockene MD hingegen wird schulmedizinisch gar nicht behandelt, häufig wird den betroffenen Patienten mitgeteilt, dass sie mit einer trockenen MD nicht erblinden werden. Allerdings kann aus einer trockenen MD auch eine feuchte werden. Durch das progressive Gefäßwachstum der feuchten MD und einem Austritt von Flüssigkeit und Blut aus den Gefäßen, kommt es zu schwerwiegenden Schädigungen der Makula, die letztendlich zur Erblindung führen können.
Bei der trockenen MD hingegen liegt dieses Phänomen des wilden Gefäßwachstums so nicht vor. Wir haben es hier in erster Linie mit einer Degeneration von Nervengewebe der Makula zu tun, die ebenso zu einer erheblichen Verschlechterung der Sehfähigkeit führt. Eine Möglichkeit zur Regeneration dieses Nervengewebes ist schulmedizinisch nicht bekannt. Alternativmedizinische Verfahren hingegen, zielen gerade auf die Regeneration scheinbar toter Nervenareale der Makula ab.

Schulmedizinische Therapieverfahren

Zu den schulmedizinischen Verfahren gehören  verschiedene invasive Methoden, um das Gefäßwachstum im Makulabereich zu unterbinden.

PDT
Zu der gängigsten und im Moment am vielversprechendsten Methoden, gehört die Photodynamische Therapie (PDT).
Bei diesem Verfahren bekommt der Patient einen Wirkstoff per Infusion verabreicht, der das Gefäßwachstum verlangsamen soll. Damit der Wirkstoff im Auge aktiv wird, ist danach eine mehrminütige Rotlichtbestrahlung, des vorher betäubten Auges erforderlich.
Diese Methode kann allerdings nur bei rund 10% der Betroffenen angewendet werden. Darüber hinaus kann es zu nicht unwesentlichen Nebenwirkungen des Wirkstoffes kommen. Dazu gehören Schmerzen und Schwellungen an der Infusionsstelle, Rücken- und Kopfschmerzen, vorübergehend reduziertes Sehvermögen, Übelkeit, Schwindel und Blutdruckabfall- oder Anstieg und einige mehr. Patienten mit Leberfunktionsstörung, Porphyrie oder Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, können nicht behandelt werden.
Bei dieser Methode wird nicht die Degeneration an sich, sondern das Gefäßwachstum im Netzhautbereich der Makula behandelt.

Lasertherapie
Lasertherapie kann hingegen bei rund 61% der Fälle angewandt werden. Allerdings wird auch hier nur die feuchte MD mit dem Ziel, das Gefäßwachstum zu stoppen, behandelt. Die Rezidiv-Rate, die angibt, wie häufig es im Anschluss der Therapie erneut zu einem Fortschreiten der Degeneration kommt, liegt immerhin bei 60%!
Grundsätzlich ist eine Lasertherapie, bei der neugebildete Gefäße im Bereich der Makula per Laser „verödet“ werden, mit Risiken verbunden. Denn eine Laserbehandlung kann auch gesundes Gewebe zerstören. Das höchste Risiko ist ein auftretender Gesichtsfeldausfall an einer gelasterten Stelle. Dieses Skotom ist irreversibel, der verursachte Schaden bleibt also bestehen.
Erfahrungsberichte erzählen von Verbesserungen der Sehfähigkeit, welche sich über kurz oder lang häufig zeigten. Manchmal wird auch von einem Stillstand im Voranschreiten des Sehverlustes berichtet.  Viele Patienten gaben allerdings auch an, dass sich direkt nach der Behandlung das Sehvermögen deutlich verschlechtert habe.
Bei dieser Methode wird nicht die Degeneration an sich, sondern das Gefäßwachstum im Netzhautbereich der Makula behandelt.

Medikamentenbehandlung mit Macugen, Lucentis / Avastin
Auch mit dieser Methode kann ausschließlich die feuchte MD behandelt werden. Auch hier wird versucht, Gefäßneubildungen zu verhindern und Gefäßwachstum zu stoppen, um so eine Verschlechterung des Sehvermögens aufzuhalten.
Bei dieser Injektionstherapie wird ein Präparat direkt ins Auge injiziert. Antikörper sollen die Ausschüttung eines Wachstumshormons hemmen, das für die Gefäßneubildung verantwortlich ist. Es ist eine  regelmäßige 4-6 Wöchige Wiederholung der Behandlung notwendig. Über einen Zeitraum von 1-2 Jahren. Die 70%ige Erfolgsrate bescheinigt zumindest ein deutlich langsameres Voranschreiten der MD.
Das Risiko dieser Behandlung ist relativ hoch, da es zu Injektionsschäden direkt am Auge kommen kann. Außerdem besteht die Gefahr eines Anstiegs des Augeninnendruck und damit eines akuten Glaukoms. Daher sollten Glaukompatienten gar nicht erst mit dieser Methode behandelt werden.
Sehr häufig kommt es darüber hinaus zu Entzündungen des Auges nach der Behandlung. Außerdem wurden akute Keratitis, Augenschmerzen, Glaskörpertrübung und andere Komplikationen festgestellt.
Häufig wurden Fehlempfindungen des Auges, Katarakt, Bindehautblutungen, Ödeme, Konjunktivitis, Schwellungen, Netzhautblutungen, verringerte Sehschärfe und noch einiges andere festgestellt. Es kann außerdem zu allergischen Reaktionen, Augenblutungen, Netzhautablösung, retinalem Arterien- oder Venenverschluss, Glaskörperprolaps kommen. Die Liste ist noch länger …
Häufige systemische Nebenwirkungen der Therapie sind außerdem Kopfschmerzen. Gelegentlich kann es zu Albträumen, Depressionen, Morbus Meniere, Aortenaneurysma, anaphylaktischem Schock, Änderung der Haarfarbe, Erbrechen, Ekzemen, grippeähnlichen Erkrankungen und Brustkorbschmerzen kommen. Auch hier sind nur einige Nebenwirkungen genannt.
Bei dem Medikament Lucentis wurde außerdem ein dosisabhängiger Anstieg der Schlaganfallhäufigkeit bei Patienten festgestellt. Andere schwerwiegende Nebenwirkungen sind Bronchitis und Anämie, sowie arterielle Thromboembolien.
Außerdem hat man festgestellt, dass die Größe der Antikörper, die injiziert werden, ein Vordringen des Wirkstoffes in alle Bereiche der Netzhaut verhindert. Immerhin handelt es sich bei Augengefäßen um die feinsten Haargefäße des Körpers. Somit ist von vornherein eine ausreichende Wirkung des Medikamentes ausgeschlossen!
Die Wirkung von Avastin auf das Gefäßwachstum ist umstritten.
Trotz der schwerwiegenden Nebenwirkungen, ist dieses Verfahren zurzeit das effektivste schulmedizinische Verfahren.

Behandlung mit Vitaminen und Mineralstoffen
Insbesondere ein Vitamin A- Mangel kann zur Netzhautdegeneration führen und damit auch zu einer direkten Makuladegeneration. Aus diesem Grund sollte eine Prophylaxe mit vitaminreicher Ernährung, nicht nur in Hinblick auf eine mögliche Augenerkrankung, als sinnvoll erachtet werden.
Bei der speziellen Anwendung von Vitamin-Präparaten im Zusammenhang mit einer Makuladegeneration, wird in der Schulmedizin vor allem auf Vitamin A vertraut. Neben Vitamin A-Präparaten ist aber auch eine Verabreichung von Vitamin C, E, Betakarotin, Zink- und Kupferoxid notwendig. Möglich ist so eine „Kur“ durch Nahrungsergänzungsmittel.
Ziel einer solchen Vitamin-Behandlung ist vor allem, durch die antioxidative Wirkung von Vitamin A freie Radikale zu binden, welche zur Netzhautdegeneration beitragen. Da die Bildung von freien Radikalen vor allem durch Licht und Sauerstoff begünstigt wird, ist das Auge durch permanente Sonneneinstrahlung und künstlichem Licht, sowie durch seine optimale Sauerstoffversorgung, besonders gefährdet.
Allerdings birgt die Anwendung von Vitaminpräparaten immer die Gefahr einer Überdosierung. Eine Vitamin-Kur sollte immer durch einen fachkundigen Therapeuten überwacht werden. Betacarotin ist vor allem bei Lungenkrebs kontraindiziert, durch einen Überschuss an Zink kann eine Anämie hervor gerufen werden. Ein Vitamin C-Überschuss kann Nierensteine verursachen und stimuliert in hoher Dosierung sogar die Bildung freier Radikaler. Eine Überdosis Vitamin A kann hingegen Kopfschmerzen, Haarausfall und Knochenschwund begünstigen. Zinkoxid kann eine hypochrome mikrozytäre Eisenmangelanämie auslösen. Selen darf nicht zusammen mit Vitamin C verabreicht werden, da es ansonsten nicht resorbiert werden kann und bei Überdosis auch noch Haarausfall und Verdauungsstörungen hervorrufen kann.
Aufgrund von Erfahrungsberichten empfiehlt der Verein „SOS Augenlicht“ auf eine Vitaminreiche Ernährung natürlich nicht zu verzichten, allerdings seien die Tatsächlichen Erfolge einer speziellen Vitamin-Kur bei Makuladegeneration zu gering, um von einer effektiven Therapie reden zu können. Darüber hinaus konnte ein tatsächlicher Vitamin-Mangel, der zu einer MD geführt haben könnte, meistens gar nicht festgestellt werden, womit sich die Frage nach dem Sinn einer gezielten Substitution von Vitaminen, mit dem Ziel z.B.  freie Radikale zu binden, stellt. Wahrscheinlicher ist es, dass funktionelle Stoffwechselstörungen von Patienten eher dazu führen, dass tatsächlich vorhandene Vitamine im Organismus nicht ausreichend genutzt werden können. Somit macht eine exogene Vitamin-Gabe in diesem speziellen Fall gar keinen Sinn.

Netzhautrotation / Makularotation
Wiedermals handelt es sich um eine Methode, die fast ausschließlich bei feuchter Makuladegeneration angewandt wird. Versuche gibt es auch bei trockener MD. Es handelt sich um eine besonders aufwendige Operation, bei der die Augenlinse und der Glaskörper entfernt werden. Danach wird die Netzhaut abgelöst und über den Sehnerv „umgeklappt“, um neugebildete Gefäße entfernen zu können. Dann wird die Netzhaut gedreht und die Makula selbst über gesundem, nicht degeneriertem Gewebe, wieder abgelegt. Zuletzt wird die Netzhaut mit einem Laser „verschweißt“ und der hintere Teil des Auges mit Silikonöl gefüllt, dass nach 2-3 Monaten entfernt werden kann. Durch einen 2. Eingriff wird dann der Augapfel gerade gestellt, um ein verzerrtes Sehen zu beseitigen.
Die Universität Köln hat bereits 2005 Versuche mit dieser Methode eingestellt, da sich keine Patienten mehr für diese Operation gewinnen ließen. Die Risiken sind einfach zu groß. So kann es nicht nur zu verwirrenden Wahrnehmungen durch ein Bilderverkippen kommen, die Netzhaut kann sich darüber hinaus wieder ablösen. In manchen Fällen konnte die Makula währen des Eingriffs nicht mal weit genug aus dem degeneriertem Bereich bewegt werden, um über gesundem platziert werden zu können. Außerdem kam es zu Rissen in der Hornhaut nach der OP und Erkrankungen der Hornhaut.
Wenige Patienten konnten von Verbesserung des Sehens und meistens auch nicht von Dauer, berichten. Manche klagten sogar direkt nach der OP über eine Sehverschlechterung und erheblichen Verlust der Sehfähigkeit.
Zu oft ist kein koordiniertes Sehen beider Augen mehr möglich, wodurch sich Bildverzerrungen ergeben. Die Kosten für so eine Operation betragen dazu um die 25.000 €.


Kortison-Injektionen; Triamcinolon-Injektionen
Kortison hemmt die Gefäßneubildung, ebenso die Gefäßdurchlässigkeit und hemmt gleichzeitig, dies ist wohl allgemein bekannt, Entzündungen.
Ein weiterer Wirkstoff, der direkt ins Auge injiziert wird ist Triamcinolon. Der positive Einfluss auf die Gefäßneubildung ist bislang nicht erwiesen.
Grundsätzlich hängen mit den Injektionen beider Wirkstoffe riskante Nebenwirkungen zusammen: erhöhter Augeninnendruck, Fortschreiten von Katarakten und lokale Entzündungen, die im Auge in der Regel gefährlich werden können.
Die Erfolgschancen sind weder bei Kortison noch bei Triamcinolon eindeutig belegt. Mediziner teilen hingegen mit, dass die Injektionen auf die Sehschärfe keinen wesentlichen Einfluss haben. Zumindest müsse man dann auch nicht mit einer (wesentlichen) Sehschärfenverschlechterung rechnen!
Lediglich in Kombination mit der eingangs erwähnten PDT-Methode bieten sich Erfolgschancen.
Die Risiken sind im Grunde die Gleichen, wie bei der ebenfalls erwähnten Lucentis-, bzw. Avastin-Behandlung und damit ausgesprochen hoch. Zusätzlich kann es zu optischen Einschränkungen durch im Auge umherschwimmende Kristalle kommen.
Aufgrund der nicht sonderlich verbreiteten Anwendung, gibt es angeblich nur wenig Erfahrungsberichte. Vereinzelt wird von Sehverschlechterung berichtet.

Makuladegeneration Teil II: alternativmedizinische Therapie

Makuladegeneration Teil II: alternativmedizinische Therapie

Quelle: „Makuladegeneration – Schulmedizinische und alternative Therapieverfahren im Vergleich“ Hrsg.: SOS Augenlicht e.V., 4. Aufl. 2009.

Verfahren nach Hancke
Die Methode wurde vom Heilpraktiker und Augenoptikermeister Jürgen Hancke entwickelt und stellt im Moment, laut SOS Augenlicht e.V., die erfolgreichste alternativmedizinische Behandlungsmethode, sowohl bei feuchter als auch trockener MD dar.
Der Heilpraktiker Hancke arbeitet dabei mit Hilfe der Akupunktur, an einer zerebralen Netzhautstimulation, bei der vornehmlich Gehirnbereiche durch Akupunktur stimuliert werden, die für die Augen verantwortlich sind. Ziel ist es, die „Steuerzentrale“ Gehirn als Ursache der Erkrankung mit zu therapieren.
Der Optiker Hancke setzt darüber hinaus eine spezielle Therapiebrille ein, um Fehlsichtigkeit zu korrigieren und vor allem das Sehzentrum zu entlasten. Außerdem wird der Patient in seinem Verhalten und Umgang mit seiner Augenerkrankung geschult.
Dazu müssen anfangs mehrere Sitzungen Akupunktur pro Tag vorgenommen werden. Es werden 5-10 Nadeln im Stirnbereich gesetzt. Danach wird dem Patienten eine auf die Akupunktur abgestimmte Brille angefertigt.
Nach Hancke sind ein Teil der toten Netzhautareale nur inaktiv und können durch Akupunktur wieder stimuliert werden. Laut seinen Angaben werden von den Augenärzten zu viele Areale als tot erklärt und somit eine tatsächliche Therapiemöglichkeit von noch vorhandenen, funktionstüchtigen aber inaktiven Netzhautarealen, außer acht gelassen.
Die Erfahrungen mit dieser Methode sind meist positiv. Seltener wird auch von schlechten Erfahrungen berichtet, die insbesondere keine Verbesserung des Sehvermögens betonen. In verschiedenen Fällen sei ein Stillstand der Erkrankung erzielt worden. In manchen sogar Sehverbesserungen. Risiken gibt es bei dieser Therapie keine. Infektionen an den Einstichstellen der Akupunkturnadeln sind in der Regel, vor allem wenn sterile Einmalnadeln verwendet werden, ausgesprochen selten. Es kann manchmal zu Hämatomen an der Einstichstelle kommen.

Verfahren nach Bangerter
Prof. Dr. Bangerter war schulmedizinischer Augenheilkundler und entwickelte die nach ihm benannte alternativmedizinische Methode, zur Behandlung trockener und feuchter MD.
Hier wird chinesische Akupunktur mit Röntgenbestrahlung kombiniert. Es konnte in verschiedenen Fällen ein Stoppen der Degeneration erreicht werden. Vor allem die Akupunktur hat es hier zum Ziel, die Durchblutung  und den Stoffwechsel, vor allem bei der trockenen MD zu verbessern.
Mit einer gebogenen Injektionsnadel werden unbekannte Substanzen in die Nähe der Netzhaut injiziert. Außerdem werden  durchblutungsfördernde Medikamente und Vitamine verabreicht. Zudem soll mit der Inhalation eines Sauerstoffkohlendioxidgemisches die Durchblutung verbessert werden. Dazu wurde in einzelnen Fällen feuchter MD Röntgenbestrahlung, sowie retrobulbäre Kortisonspritzen eingesetzt.
Die Abwägung der Risiken dieser Methode ist schwierig, da man die verwendeten Substanzen nicht kennt. Ein Verletzungsrisiko besteht grundsätzlich bei Injektionen, so natürlich auch bei solchen in die Augenhöhle. Außerdem muss man immer an das relativ hohe Risiko, einer möglichen Schädigung der Netzhaut durch Röntgenbestrahlung, denken. Die Risiken sind trotzdem nicht so hoch einzuschätzen, wie bei den hier bereits geschilderten schulmedizinischen Verfahren. Der Einsatz von Bestrahlung ist, aufgrund seiner nicht erwiesenen Wirksamkeit, allerdings fragwürdig. Manche Patienten berichten von merklichen Irritationen und negativen Auswirkungen durch die Bestrahlung.
Vereinzelt berichten Patienten von einer Verbesserung der Sehfähigkeit, die manchmal nur kurz anhielt, manchmal auch länger. Eine dauerhafte Stagnation der Erkrankung konnte bislang auch hier nicht erreicht werden.

Verfahren nach Boel
Auch bei dem Verfahren des Dänen John Boel wird Akupunktur eingesetzt. Es lässt sich damit sowohl feuchte als auch trockene MD behandeln. Ebenso wird bei diesem Verfahren versucht, durch Aktivierung von Energiebahnen eine Verbesserung des Stoffwechsels und eine Selbstheilung der Gefäße im Auge zu erreichen. Ziel dieser Methode ist nicht nur eine Stabilisierung der Erkrankung, sondern auch eine Verbesserung der Sehfähigkeit.
Es werden hierzu 12 Punkte akupunktiert. Es sind dabei 2 Sitzungen pro Tag notwendig, wobei bei jeder 2. Behandlung wieder die gleichen Punkte gestochen werden. Ein Behandlungsblock erstreckt sich dabei über rund 10 Sitzungen. Es muss außerdem regelmäßig nachbehandelt werden.
Wie bei den meisten alternativmedizinischen und naturheilkundlichen Verfahren, gibt es auch hier keine anerkannten wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit dieser Methode. Die Aussagen zu der Methode sind sehr verschieden, allerdings finden wir diese Tatsache bei fast allen, auch schulmedizinischen Methoden vor.
Die Risiken der Akupunktur wurden bereits erwähnt, sie sind verschwindend gering. Auch hier können keine entstandenen Komplikationen genannt werden. Gesundheitliche Nachteile sind von dieser Methode nicht zu erwarten. Lediglich ein Ausbleiben der Wirkung und ein ungehindertes Voranschreiten der MD, muss mit einkalkuliert werden.
So sind auch die Erfahrungen mit der Methode sehr unterschiedlich. Es gibt Berichte von Sehverbesserungen und Berichte von keinen wahrgenommenen Veränderungen. Von Sehverschlechterungen wird hingegen gar nicht berichtet. Die meisten Patienten nehmen allerdings überhauptkeine Wirkung wahr.
Die klassische Augenheilkunde hingegen „verreist“, wie so oft, diese alternativmedizinische Methode, hat aber selbst, wie wir sehen, keine deutlich besseren Ergebnisse zu liefern.
Da es mittlerweile anerkannte Studien zur Akupunktur gibt, ist von einem Versuch, sich mit dieser Methode behandeln zu lassen aufgrund des geringen Risikofaktors trotzdem nicht abzuraten.
SOS Augenlicht empfiehlt hingegen diese Methode sogar, da ein hier erreichter Stillstand der MD in jedem Fall erstrebenswert ist.  Ebenso stellt sich die Frage, warum so wenige Erfolge durch diese Methode erzielt werden. Möglicherweise könnte es an der knappen und so unzureichenden Ausbildung von Therapeuten, während einer nur 3-tägigen Fortbildung, liegen.

So viel zu den schul- und alternativmedizinischen Verfahren.

Was gibt es aber Grundsätzlich an Möglichkeiten, Risiken, an einer Makuladegeneration zu erkranken, zu minimieren?
Grundsätzlich sollte man ab dem 55. Lebensjahr regelmäßig zum Augenarzt gehen und den Status seiner Augen überprüfen lassen. Dies gilt besonders für Risikogruppen wie Raucher und Übergewichtige. Allerdings sollten sicherlich auch solche Berufsgruppen über Prävention nachdenken, die durch ihre Arbeit am PC etc. einer größeren Gefahr ausgesetzt sind, dieser Krankheit anheim zu fallen. Daneben können Stress, Bewegungsmangel sowie Toxine Belastungsfaktoren sein. Ebenfalls gilt es, übermäßige Sonneneinstrahlung zu meiden. Insbesondere lange Meeraufenthalte, reflektierender Schnee und tiefstehende, blendende Sonneneinstrahlung können das Netzhautgewebe schädigen. Bildschirmarbeit, langes Fernsehen und Lesen ermüden die Augen und sollten durch eine optimal angepasste Brille und Ruhepausen für die Augen kompensiert werden.

Symptome, die grundsätzlich den Weg zum Augenarzt einleiten sollten, sind dauerhaftes Augenbrennen, Druckgefühl und andere wiederkehrende Reizungen des Auges.
Wenn Helligkeit, Schärfe und Kontrast deutlich schwächer werden, muss die Sehfähigkeit überprüft werden.

Festhalten kann man auch, dass Vitaminbehandlungen den Prozess der Degeneration verlangsamen, aber nicht aufhalten können. Hier stellt sich die Frage, ob eine Vitamintherapie sinnvoll ist, oder ob man eher im Rahmen einer „Ernährungsumstellung“ die Vitaminaufnahme optimiert, bzw. ob funktionelle Störungen bei der Vitaminaufnahme behandelt werden sollten.
Beim Vergleich der Risiken mit den Therapieerfolgen, stellt sich die Frage, ob das Risiko in den meisten Fälle eine Operation oder andere Eingriffe lohnenswert erscheinen lässt. Auch hier unterscheiden sich die gemachten Erfahrungen bei ein und derselben Therapiemethode häufig.

Die Alternativmedizin hingegen wird im deutschen Gesundheitswesen zu oft skeptisch betrachtet. Das unabhängig davon, ob ein Arzt oder Heilpraktiker versucht, neue Wege zu gehen. Trotzdem scheinen Ärzte immer öfter den alternativen Behandlungsweg zumindest zu empfehlen.
Letzten Endes bedarf es in unserem Gesundheitssystem immer eines wissenschaftlichen Beweises einer Heilmethode, um anerkannt zu werden. Auch, wenn offenbare Heilerfolge, die (noch) nicht erklärt werden können, dabei unberücksichtigt bleiben.

Makuladegeneration Teil I: schulmedizinische Therapie
Makuladegeneration Teil III: Erfahrungen aus der Praxis

Makuladegeneration Teil III: Erfahrungen aus der Praxis

Erfahrung aus der Praxis
Aus eigener Erfahrung in meiner Tätigkeit als Heilpraktiker mit einer 83 jährigen Patientin, kann ich folgendes zur Behandlung durch (Ohr)-Akupunktur berichten:
Die Frau leidet unter trockener Makuladegeneration, mit einem Sehverlust von über 80% im rechten, und über 90% im linken Auge. Die lapidare Feststellung der Ärzte lautete „von einer trockenen Makuladegeneration werden Sie wenigstens nicht blind.“ – Dass aus der trockenen eine feuchte MD werden kann, teilte ihr niemand mit. Ich habe diesen Umstand während eines Beratungsgespräches vorsichtig erwähnt, ohne zu größerer Sorge oder Panik verleiten zu wollen.
Nach rund 8 Therapiesitzungen in einem Intervall von rund 2 Terminen Pro Woche, konnte eine kurzzeitige Verbesserung der Sehfähigkeit festgestellt werden. Schwarze Flecken, die sich im Sichtfeld seit einiger Zeit bemerkbar gemacht hatten waren verschwunden, Verzerrungen wurden als weniger stark wahrgenommen, zeitweise war Fernsehschauen wieder besser möglich. Ebenso verschwand der Augendruck, der zu einer Dauerbelastung geworden war.  Zeitweise wurde der Augendruck morgens noch wahr genommen. Die Resonanz der Patientin auf die Therapie war an dieser Stelle ausgesprochen positiv.
Danach kam eine Periode der Stagnation, bei der das Sehen zumindest nicht auffällig schlechter wurde. Die Behandlung wurde kurzzeitig unterbrochen, um dann wieder regelmäßig durchgeführt zu werden.
Letztendlich konnten wir feststellen, dass die Akupunktur langfristig das Voranschreiten der Degeneration deutlich zu verlangsamen scheint. Bei der Beurteilung, ob das qualitative Sehen tatsächlich besser wird oder wurde, bin ich, als Therapeut, sehr vorsichtig und kann mich nur auf die Aussagen meiner Patientin verlassen. Zeitweise sind offensichtlich Sehverbesserungen wahrnehmbar. Offenbar  scheint die Patientin selbst „tagesformabhängig“, die Sehqualität unterschiedlich wahr zu nehmen.
Ziel der Therapie war es, das Gehirn selbst (die Patientin hatte vor 2 Jahren einen Schlaganfall) und das Auge, durch eine Aktivierung des Energieflusses zu regenerieren. Aufgrund der unterschiedlichen Intervalle der Behandlungen kann eine Sehverbesserung, bzw. Verschlechterung in Abhängigkeit zur Häufigkeit der Behandlungen, auch durch die Patientin selbst, festgestellt werden.
Grundsätzlich bietet sich diese Behandlungsmethode an, da sie vor allem schonend und ohne Nebenwirkungen abläuft. Gerade bei älteren Patienten lässt sich diese minimalinvasive Therapie mit sterilen Einmalnadeln, auch per Hausbesuch beim Patienten durchführen. Allerdings denke ich, dass auf Dauer eine permanente Wiederholung der Anwendungen notwendig ist, wenn langfristig wenigstens das Voranschreiten der Degeneration der Makula aufgehalten werden soll. Bislang wurden über 25 Behandlungen an der Patientin durchgeführt.

Nicht zuletzt sollte man, wenn man als Naturheilkundler oder Alternativmediziner betreut, ein Problem ganzheitlich betrachten. So muss, meiner Meinung nach, vor allem die bisherige Krankheitsgeschichte (Schlaganfall, niedriger Blutdruck – der ja schulmedizinisch angeblich keinen Schaden verursachen kann, meiner Ansicht nach allerdings zu nicht unwesentlichem Sauerstoffmangel im Organismus führt, weshalb Niederdruckpatienten oft über Müdigkeit und Gedächtnisverschlechterungen klagen.) berücksichtigt werden, und ebenso die aktuelle Lebenssituation.
Wenn in einem Alter über 80 Jahren, langsam die Perspektiven schwinden, man öfter Müde wird und gedanklich nicht mehr so weit in die Zukunft blicken mag, dann werden psychosomatisch mit Sicherheit damit verbundene Ängste, in der Sehfähigkeit der Augen ihren Ausdruck finden. Die Weitsicht leidet darunter ebenso sehr, wie das detaillierte Sehen, mit dem man ursprünglich Pläne schmiedete und einen genauen Lebensentwurf entwickelte. Nicht nur der Blick durch die Augen wird getrübt, sondern auch der Blick in die Zukunft wird unklar, verschwommen und verzerrt, je näher man einem möglichen Lebensende kommen mag. Die Zukunft ist nicht nur in Hinblick auf das Leben ungewisser als Jahre vorher, sondern auch in Hinblick auf das Lebensende sieht man überhaupt nicht mehr klar, was auf einen zukommt.
Es sollte wichtig sein, wenn ein entsprechendes Vertrauensverhältnis gewachsen ist, mit alten Menschen, über solche Ängste zu reden, wenn sie denn vorhanden sind.
So finden wir abschließend also drei Behandlungsebenen, auf der ganzheitlich behandelt werden sollte: einer psychischen, einer organischen und einer symptomatischen Ebene. Nur wenn alle drei Behandlungsebenen berücksichtigt werden, kann für die Zukunft eine erfolgversprechende Therapie der Makuladegeneration gefunden werden.

Makuadegeneration Teil I: schulmedizinische Therapie
Makuladegeneration Teil II: alternativmedizinische Therapie