Weihnachten 2020

Betriebsferien bis zum 10.01.2021!
Notdienst! [Link]


Liebe Patienten,

Liebe Leser dieses Blogs,

ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten und alles Gute für das kommende Jahr 2021.

Rückblickend war das Jahr 2020 für viele Menschen, die ich getroffen habe, sehr aufreibend und durchwachsen. Immerhin ist Corona nun seit gut einem Jahr Dauerthema in Funk und Fernsehen. Man konnte in diesem Jahr deshalb häufig beobachten, dass bei vielen Menschen der Konsum dieser Medien ein ungesundes Maß erreicht hat, da offensichtlich kaum etwas, was in den Medien vermeldet wird, von vielen Menschen noch kritisch hinterfragt wird. Aber das soll an Weihnachten kein Thema sein …

Es war schon erstaunlich, dass für eine Vielzahl der Menschen, die ich dieses Jahr getroffen habe, persönliche Schicksalsschläge abseits der Coronakrise offensichtlich zugenommen haben. Krankheit, Verlust, Konflikte scheinen sich zu häufen und haben mit Sicherheit auch durch Corona weiter zugenommen. Diese Zeichen der Zeit zu beobachten, ist sehr erstaunlich. Aber ich möchte diese Thematik aufgreifen und Ihnen Gedanken näher bringen, die Sie sodann wiederum selbst aufgreifen oder verwerfen können. Ganz, wie es Ihnen beliebt, denn das hier ist der Planet des freien Willens.

Was wir dieses Jahr erlebt haben, ist der Beginn einer vollkommen neuen Zeit und der Beginn einer vollkommen neuen Welt, in der wir in Zukunft leben werden. Ganz offensichtlich ist das für viele Menschen mit Problemen verbunden. Denn das Loslassen von Altem war seither für den Menschen immer ein Akt der Überwindung. Manche haben das auch offensichtlich noch gar nicht begriffen. Die Theorie der Erde als Zentrum des Universums – war falsch! Und es hat gedauert, bis Menschen diesen Sachverhalt akzeptieren konnten. Irgendwann mussten sie es. Die Theorie der Erde als flache Scheibe – war falsch (allerdings wird um diesen Sachverhalt immer noch gestritten, habe ich gehört), zumindest gehe ich davon aus. Beweisen kann ich es nicht. Es hat trotzdem gedauert, bis ein altes Paradigma losgelassen wurde und eine neue Realität akzeptiert wurde. Von diesen Beispielen gibt es noch viele mehr … Jetzt sind wir erneut an einem Punkt angekommen, an dem eine alte Realität zu wanken beginnt und in Kürze (2-3 Jahre) vollkommen einstürzen wird. Und die alte Realität wird mit Pauken und Trompeten abtreten. Nicht leise und unbemerkt, das ist wohl sicher. Und jetzt schon sieht man, wie sich die einen an das Alte klammern und man sieht zum Glück auch erstaunlich viele Menschen, die begriffen haben, dass es so nicht weiter gehen kann. Es muss etwas Neues her. Nur was, dafür haben die Wenigsten einen Vorschlag.

Da gibt es die Menschen, die denken, die Corona-Impfung wird alle Probleme lösen und die alte Normalität kehrt zurück. Dann gibt es jene, die glauben, Donald Trump wird die Probleme lösen und alle Bösewichte wegsperren. Danach wird alles toll. Andere wiederum glauben dasselbe von Mama Merkel, die doch bitte alle Skeptiker und Andersdenkende wegsperren soll, denn die gefährden ja unsere Gesellschaft. Andere glauben vielleicht, so jemand habe ich allerdings bislang nicht treffen können, das Klaus Schwab vom WEF mit seinem „Great Reset“ uns aus der wirtschaftlichen Klemme befreien wird.

Ich glaube das alles nicht! Manches klingt schön, aber so einfach ist das nicht. Wir alle haben hier „unser eigenes Säcklein zu tragen“. Und nur darum geht es. Wir werden an dem Neuen, das entsteht, aktiv mitarbeiten müssen.

Wenn man mich nach dem Sinn des Lebens fragen würde, dann würde meine Antwort in etwa so aussehen:

Wir sind hier, weil wir an uns selbst, wie an einem Diamanten schleifen sollen. Wir sind hier, um Erfahrung zu machen. Wir sind hier, um über uns selbst hinaus zu wachsen. Wir sind hier, um zu Gott zurück kehren zu können. Es geht hier nicht darum, wer Schuld an diesen Zuständen hat, in denen wir leben. Wären wir selbst nicht Teil des Problems, dann wären wir gar nicht hier. Das ist Kausalität. Und da wir es selbst geschaffen haben, können wir auch nicht Gott verantwortlich machen, der als Gott ja schließlich einzugreifen hätte. Zumindest erwarten das viele. Freier Wille hingegen, muss selbst tätig werden. Deshalb sollten wir dazu beitragen, dass sich auch wieder etwas zum Besseren wendet. Nur WIE, das ist die Frage? Eigentlich ganz einfach: indem Sie an sich selbst, wie an einem Diamanten schleifen. Man kann natürlich jetzt versuchen noch reicher, noch schöner, noch intelligenter oder belesener zu werden oder was auch immer. Darum geht es nicht. Es geht um Konfrontation mit sich selbst. Und damit wären wir wieder bei den Zeichen der Zeit: Konflikte und Krankheiten tun sich bei immer mehr Menschen auf. Diese Konflikte und Krankheiten (Konflikte sind meiner Meinung nach nur die Vorstufe von Krankheit, wenn sie nicht gelöst werden) wollen bearbeitet werden. Und es ist zweitrangig, ob Sie das alleine oder mit einem Konfliktpartner tun. Denn der Konflikt, ebenso wie die Krankheit, ist in Ihnen, nicht im Gegenüber. Das Gegenüber löst den Konflikt nur aus, aktiviert ihr innerstes, eigenes Problem. Danken Sie ihrem Konfliktpartner, denn dadurch haben Sie die Möglichkeit innerlich zu wachsen.

Für jemanden, der gelernt hat, mit solchen Augen in die Welt zu schauen, wird immer offensichtlicher, dass im Jahr 2020 eine Entwicklung begonnen hat, in der bei immer mehr Menschen diese Konflikte nach Außen gekehrt werden. Alles kommt an die Oberfläche und will bearbeitet und aufgelöst werden. Und das Jahr 2020 war erst der Anfang. Das wird noch mehr werden. Und Corona hilft uns dabei. Viele Menschen glauben, dass unsere Gesellschaft durch Corona immer weiter gespalten wird. Das stimmt nur zum Teil. Was hier gerade passiert, ist der biblische Ausspruch „Spreu vom Weizen trennen“ (Matthäus, Kap. 3). Die Einen werden vom heiligen Geist erfüllt, die Anderen bleiben zurück (Offenbarung des Johannes). Es wird die Einen geben, die sich der neuen Welt öffnen werden und verstanden haben, dass diese neue Welt so aussehen wird, wie die Menschen selbst im Innern aussehen. Und es wird die Anderen geben, bei denen es genauso von statten geht, aber sie gehören mit ihrer inneren Einstellung, Wünschen und Vorstellungen nun mal zu der alten Welt, mit der sie dann auch vergehen werden.

Es ist also jetzt an der Zeit, selbst zu entscheiden, wohin die Reise gehen soll? Im Zusammenhang mit den sich anbahnenden Entwicklungen des alten Systems kann man wohl mit Recht fragen: Geld oder Leben? Denn wenn es nach der Politik geht, werden wir in unserer Freiheit noch weiter eingeengt werden, wenn wir uns nicht so verhalten, wie die Chefs das wollen. Wer also in Zukunft noch Arbeit, Essen und Vergnügen haben möchte, wird sich wahrscheinlich impfen lassen müssen. Zumindest, wenn es nach den derzeitigen Machthabern geht. Das zu beenden, wenn wir es denn so nicht wollen, wäre unsere Aufgabe und nicht die von Politikern. Zuerst muss aber die Frage gestellt werden, was wir wollen, und wie wir da hin kommen.

Ein Patient von mir, den ich sehr schätze, sagte mir vor ein paar Wochen, und ich pflichte dem bei: „Wir alle haben dieses Jahr mehr spirituelle Entwicklung durchgemacht, als in den letzten 70-80 Jahren!“ Genau! Denn in der Komfortzone neigt der Mensch dazu, sich mit essentiellen Fragen eben NICHT zu beschäftigen. Jetzt sind wir an einem Punkt angekommen, wo  immer mehr Menschen essentielle und unangenehme Fragen stellen müssen. Das ist der positive Aspekt unserer Zeit. Das alles wird sich meiner Auffassung nach weiter verschärfen, bis immer mehr Menschen das bestehende System in Frage stellen werden. Und dann, erst dann, werden wir beginnen, die Dinge neu zu sortieren. Alle zusammen. Als Familie, als Gemeinschaft, als Volk, als Menschheit. Sie halten das für romantisches Geschwätz? Warten Sie es ab.

Ich wünsche Ihnen von Herzen nur das Beste für das anstehende neue Jahr und die darauf Folgenden und dass Sie in den kommenden, etwas anderen Weihnachtstagen die Weichen dafür stellen. Ziehen Sie die Rüstung Gottes an. Ich wünsche Ihnen einen sonnigen Himmel über ihrem Kopf und sicheren Boden unter ihren Füßen.

Bleiben Sie gesund.


Ergebenheitsgebet von Rudolf Steiner

Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag:

Ich kann es zunächst, wenn es mir auch ganz unbekannt ist, durch keine Furcht ändern.

Ich erwarte es mit vollkommenster innerer Seelenruhe, mit vollkommenster Meeresstille des Gemüte.

Durch Angst und Furcht wird unsere Entwicklung gehemmt – wir weisen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was in unsere Seele aus der Zukunft hinein will!

Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit in den Ereignissen nennt,

die Gewissheit, dass das, was da kommen wird, sein muss und dass es auch nach irgendeiner Richtung seine guten Wirkungen haben müsste, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Empfindungen, in Ideen, das ist die Stimmung des Ergebenheitsgebetes.

Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen:

Aus reinem Vertrauen leben, ohne Daseinssicherung, aus dem Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt.

Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll.

Betriebsferien vom 24.12.2020 bis 10.01.2021

Die Praxis macht Betriebsferien vom

24. Dezember 2020

bis

10. Januar 2021


In dringenden Fällen haben Sie die Möglichkeit an folgenden Tagen eine Notfallbehandlung in Anspruch zu nehmen:

Montag, 28. Dezember 2020 – 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Montag, 04. Januar 2021 – 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Die Notfallsprechstunde dient der Behandlung dringender, akuter Beschwerden. Für alle weiteren Angelegenheiten vereinbaren Sie bitte einen Termin ab Montag, 11. Januar 2021.

Bitte melden Sie sich in jedem Fall für die Notfallsprechstunden vorab telefonisch unter folgender Rufnummer:

0231 – 13 07 23 34


Ich wünsche Ihnen erholsame Feiertage und alles Gute für das kommende Jahr 2021.

Praxis im Lockdown (12/2020) geöffnet.

Liebe Patienten,

die Praxis bleibt auch im kommenden „harten Lockdown“ ab 16.12.2020 für Sie geöffnet. Medizinische Behandlungen dürfen und müssen zur Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung weiterhin stattfinden.

Alle Behandlungen finden unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtslage statt. Bitte sagen Sie deshalb Termine bei Auftreten von Erkältungssymptomen ab.

Risikopatienten rate ich vorsorglich dazu, keine dringend notwendigen Behandlungstermine wahrzunehmen.

Bitte beachten Sie auch, dass die Praxis Theuerkorn ab 24.12.2020 bis 10.01.2021 Betriebsferien macht.

Ich wünsche Ihnen trotz all der aufregenden Ereignisse ein besinnliches Weihnachtsfest. Bleiben Sie gesund.

26.11.2020 – 9 Jahre Praxis in Berghofen.

Heute vor neun Jahren, am 26.11.2011, eröffnete ich meine Praxis in Berghofen. Seitdem ist einiges geschehen:

Finanzkrise, Klimakrise, Migrationskrise, Coronakrise. Man hat den Eindruck, irgendjemand erfindet immer wieder irgendwelche Krisen um uns das Leben schwer zu machen oder uns zur Kasse zu bitten. Persönlich gab es viele Ereignisse: Geburt meiner Tochter, persönliche Veränderungen. Die Praxis wuchs bis 2017 stetig, dann zerschmetterte ich mir mein linkes Handgelenk und lange war nicht klar, ob und wie ich meinen Beruf weiter ausführen können würde. Drei Operationen und viel Eigeninitiative später war klar: Alles ist möglich, wenn man es knallhart durchzieht. Die Praxis dankte es mir, indem sie ab 2018 wieder stetig weiter wuchs. Zeitweise arbeitete ich sogar mit Unterstützung. Dann kam die Coronakrise und hat alles auf den Kopf gestellt. Für uns alle. Allerdings konnte ich dieses Jahr dank Corona meine betrieblichen Abläufe soweit optimieren, dass mein geliebter Job wieder mehr Freude als Notwendigkeit wurde. Geld ist eben nicht alles. Deshalb war mir die Corona-Situation durchaus nützlich und ich bin ebenso dankbar dafür, wie für die Erfahrung mit meinem Handgelenk. Ob ich dies Erfahrungen noch mal machen möchte, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

Wir Heilpraktiker dürfen also immer noch ungestraft Schaden an unseren Patienten anrichten, weshalb der Zulauf in unsere Praxen offensichtlich nicht abreißt. Das hat dann sowohl verschiedene NGO´s als auch die Politik selber dazu veranlasst, endlich konsequent gegen die Heilpraktiker aktiv zu werden. Bis zum heutigen Tage ist vom Inhalt des Rechtsgutachtens zum Heilpraktikergesetz, in Auftrag gegeben durch die Bundesregierung, noch nichts vernommen worden, aber ich denke, es wird uns alle umhauen. Würde man die Ärzteschaft für jeden Fehltritt eines einzelnen Arztes so in Sippenhaft nehmen, wie man es derzeit mit den Heilpraktikern macht, wäre unsere Gesundheitssystem längst zusammen gebrochen. Aber auch die Abschaffung der Heilpraktiker (ob das überhaupt so einfach ist?) hätte gravierende Auswirkungen auf das gegenwärtige Gesundheitssystem. Tatsächlich sind die Behandlungsfehler durch Heilpraktiker verschwindend gering. Und der Vorwurf des Schadens durch Unterlassung, nämlich es als Heilpraktiker zu unterlassen, einen Patienten notwendiger Weise zum Arzt zu schicken, halte ich für übertrieben. Wir kennen unsere Grenzen. Auch wenn Skeptiker mantraartig etwas anderes behaupten. Ich vermute, kaum einer von jenen war jemals bei einem Heilpraktiker, und wenn doch, nach einer schlechten Erfahrung, sollte die Konsequenz nicht der Verriss eines ganzen Berufsstandes bedeuten. Das macht man in anderen Branchen schließlich auch nicht so. Dinge nur noch abstrakt durch Hörensagen, Medien oder Glauben zu wissen, ist derzeit sehr in Mode. Man nennt dass das postfaktische Zeitalter. Wir werden noch etwas damit leben müssen.
Wussten Sie im Übrigen, dass der Beruf des Politikers in Deutschland absolut keine Qualifikation oder Sachkenntnis erfordert? Jeder kann in die Politik. Man hat dann eben Berater. Und leider sieht man insbesondere in der heutigen Zeit, dass viele Politiker offensichtlich nicht durch Leistung in ihre Positionen gekommen sind. Bevor man also den Beruf des Heilpraktikers reformiert, sollte man vielleicht als erstes IRGENDWELCHE Kriterien schaffen, die politische Ämter regulieren …

Als ehemaliger Geschichtsstudent halte ich derzeit sehnsüchtig nach einem neuen Bismarck Ausschau. Nichts in Sicht …

In der Regel kommen meine Patienten austherapiert und hilflos nach einer Odyssee von Arztbesuchen in meiner Praxis an. Daher sind die Herausforderungen oft groß, ebenso wie die Erwartungen. Diesen gerecht zu werden, ist nicht immer einfach. Besonders in letzter Zeit wurde es immer häufiger notwendig, Patienten klar zu machen, dass sie keinen „psychischen Knacks“ haben, sondern dass es tatsächlich eine Ursache für ihre Beschwerden gibt. Offensichtlich werden immer öfter Patienten mit dem Vermerk „das ist psychisch bedingt“ abgearbeitet. Ein Offenbarungseid.

Leider ist diese damit häufig verbundene Hoffnungslosigkeit einzelner Menschen ebenso ein Phänomen unserer Zeit.

Insbesondere wäre da natürlich aktuell wieder diese leidige Corona-Krise als Verursacher solcher Hoffnungslosigkeit bei immer mehr Menschen. Es ist erschreckend, wie man bei Menschen, nicht nur Patienten, derzeit die psychischen Veränderungen sehen kann, welche durch die Corona-Situation erzeugt werden. Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit bis hin zu Wut und Aggression. Ich kann Ihnen nur raten: machen Sie den Fernseher aus und legen Sie die Zeitung beiseite. Oft ist das der erste Schritt, zur Ruhe zu kommen.

Letzten Endes werden wir sterben. So oder so. An Corona, Krebs, an der Impfung, die in kürzester Zeit aus dem Handgelenk geschludert wurde oder einfach alt, zufrieden und im Bett. Deshalb versuchen Sie es einfach mit Vertrauen. Haben Sie Vertrauen in sich und ihre Gesundheit. Dazu gehört natürlich, dass Sie sich um ihre Gesundheit kümmern, denn außer Impfung und Lockdown hat die Politik nichts mit Ihnen vor. So geht Fürsorge. Wenn es um Corona geht, seien Sie hingegen verantwortungsvoll, denn es gibt immer für jeden die Möglichkeit, krank zu werden. So, wie es immer für jeden die Möglichkeit gibt, durch einen Unfall ums Leben zu kommen. Wir können leider nicht für jeden Fall gewappnet sein. Wenn Gott uns bei sich haben will, wird er uns zu sich holen. Mit oder ohne Corona. Jung oder alt, krank oder Gesund. Wir können das maximal mit einer gesunden Lebensweise beeinflussen. Vertrauen ist in jedem Fall gesund.

Ich sagen Ihnen: ich sehe optimistisch in die Zukunft. Leider muss noch einiges geschehen. Aber genau das passiert gerade.

Ich bedanke mich für die letzten neun Jahre Treue vieler Patienten und bin dankbar für jeden neuen Patienten, der den Weg in meine Praxis findet und diese dann hoffentlich zufrieden verlässt. Die Tatsache, dass ich nach neun Jahren immer noch da bin, spricht dafür, dass das mehrheitlich so ist.
Wir werden sehen, ob ich in weiteren neun Jahren immer noch für Sie als Heilpraktiker da sein werde, oder wohin die Wege so führen. Wir müssen auf alles vorbereitet und für alles offen sein.

Vielen Dank!

Die Continentale / Landesdirektion Zellerer GmbH: „Keine Gefahr durch Heilpraktiker“

 Quelle: https://www.facebook.com/zellerer

„Keine Gefahr durch Heilpraktiker: Zahlen lügen nicht!“

‚Heilpraktiker richten viele Schäden an!‘ Eine Aussage, die derzeit von zahlreichen Medien kolportiert wird. Doch stimmt das überhaupt? Wir haben bei jemandem nachgefragt, der es wissen muss: Robert Zellerer, Landesdirektor „Die Continentale“ und seit 35 Jahren Berufshaftpflicht-Versicherer zahlreicher Heilpraktiker(innen).

Herr Zellerer, wie viele Heilpraktiker(innen) sind derzeit bei Ihnen Berufshaftpflicht-versichert?

Von insgesamt rund 47.000 bundesweit tätigen Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern sind derzeit rund 24.000 bei der Continentale mit Ihrer Berufshaftpflicht versichert. Davon entfallen ca. 12.000 auf unsere Landesdirektion: Die Zellerer GmbH, die ihren Sitz in München und somit im Bundesland Bayern hat, in dem von allen 47.000 bundesweit tätigen Heilpraktiker(inne)n nahezu die Hälfte praktiziert.

Wie schätzen Sie die Gefahrenlage in den Heilpraktikerpraxen ein: Kommt es häufig zu Schadensfällen?

Die Gefahrenlage ist definitiv sehr gering! Die Anzahl der Schadensfälle ist dermaßen minimal, dass ‚Die Continentale‘ nicht einmal einen eigenen Punkt in der Schadenstatistik für Heilpraktiker-Risiken vorsieht. Bei anderen Versicherern sieht es ähnlich aus. Weder bei manuellen Therapieverfahren wie Chiropraktik oder Osteopathie, noch bei invasiven wie Akupunktur oder Injektionen gibt es nennenswerte Schäden.

War das schon immer so?

Ich bin nun seit 35 Jahren in dieser Branche aktiv. In dieser Zeit hat sich der jährliche Beitrag für Berufshaftpflicht-Versicherungen von Heilpraktikern beim Unternehmensverbund Continentale nahezu halbiert: von 300,- DM netto (1985) auf 90,- Euro netto (2020). Dagegen hat sich die Versicherungssumme für Personen- und Sachschäden nahezu versechsfacht: von 1.000.000,- DM auf 3.000.000.- Euro.

Und dass eine Versicherung den Beitrag nicht senkt bzw. die Versicherungssumme erhöht, wenn tatsächlich viele Schadensfälle vorliegen würden, dürfte wohl jedem einleuchten. Wir Versicherer würden und müssten, wenn Heilpraktiker tatsächlich so schadensträchtig wären, die Beiträge schon entsprechend nach oben anpassen. Und dass man bei 35 Jahren durchaus von einem repräsentativen Zeitraum sprechen kann, steht wohl außer Zweifel: Zahlen lügen nicht!

Wie erklären Sie sich diese positive Entwicklung mit weniger Behandlungsschäden durch Heilpraktiker?

Meiner Meinung nach dürfte das vor allem daran liegen, dass sich das Angebot der Heilpraktikerschulen in diesem Zeitraum qualitativ und quantitativ stark verbessert hat. Die Gefahr der Patienten, wenn sie denn überhaupt jemals gegeben war, hat sich dadurch nachhaltig verringert.

Wenn es dann doch mal zur Meldung eines vermeintlichen Schadens kommt, beruht dieser meist eher auf einer falschen Erwartungslage einzelner Patienten, die austherapiert zum Heilpraktiker gehen und dann oft Wunder erwarten – bzw. fordern, weil Heilpraktiker-Behandlungen überwiegend aus der eigenen Tasche zu zahlen sind. Bleibt dieses Wunder dann aus, muss ein Schuldiger gefunden werden, damit man zumindest finanziell noch was rausholen kann.

…..man sollte sich eher fragen, warum die Beiträge für Ärzte immer schneller steigen…

Wie genau sieht es denn bei den Ärzten aus?

Bei den vergleichbaren Beiträgen zur Berufshaftpflicht-Versicherung für Ärzte haben wir gegenüber den Heilpraktikern im Marktvergleich oft einen fünfmal höheren Beitrag. So kostet die Berufshaftpflicht-Versicherung eines Heilpraktikers beim Unternehmensverbund Continentale derzeit 90,00 Euro netto jährlich bei einer Versicherungssumme von 3 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden. Ein Allgemeinarzt zahlt dagegen 866,00 Euro netto bei der gleichen Versicherungssumme.

Aussagen wie: ‚Heilpraktiker richten viele und hohe Schäden an‘ verunsichern deshalb nur und sind einfach nicht haltbar. Etwas Unwahres wird schließlich nicht richtiger, nur weil es von bestimmten Lobby-, Politik- und Medienvertretern immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt wird!

Heißt das: ‚Alles perfekt!‘ Oder sehen Sie weiteres Verbesserungspotenzial bzgl. Ausbildung und freier Therapiewahl der Heilpraktiker?

Da gibt es durchaus noch einige Dinge, die weiter verbessert werden könnten. So sollten meiner Meinung nach gewisse Standards eingeführt werden. Diesbezüglich auf einem tollen Weg ist zum Beispiel die ‚Initiative für Qualitätssicherung im Heilpraktikerberuf‘ (IQHP), die sich u.a. für die folgenden Ziele einsetzt: geregelte Dokumentation der Ausbildungsnachweise für Berufsanwärter, mehr Verantwortung und Kontrollpflichten für die Heilpraktiker-Berufsverbände sowie Schaffung einer gesetzlich-rechtlichen Standesregelung und eines Beschwerde-Management-Centers für Patienten.

Unabhängig vom vorliegenden Zahlenwerk möchten Teile der Politik sowie einige Lobbyisten den Beruf des Heilpraktikers dagegen am liebsten abschaffen. Was halten Sie persönlich davon?

Davon halte ich gar nichts! Man sollte dem mündigen Bürger schon selbst überlassen, welche Behandlung bzw. welchen Behandler er wählt. Und auch die Politik sollte sich ruhig einmal fragen, ob das Heilpraktikerwesen nicht auch für sie zahlreiche Vorteile birgt.

Einmal abgesehen vom wertvollen Beitrag der Heilpraktiker zur Gesundheit der Bevölkerung gibt es übrigens auch finanzielle Vorteile, die ich nochmals anhand einiger konkreter Zahlen erklären möchte: So beträgt das Jahresabrechnungsvolumen aller rund 47.000 hierzulande tätigen Heilpraktiker rund 1 Milliarde Euro, wovon zirka 530 Millionen Euro auf Selbstzahler und 470 Millionen auf Versicherte Privater Kranken Versicherungen (PKV) entfallen.

Bei einer angenommenen Durchschnittshöhe einer Heilpraktiker-Rechnung von 150,- Euro ergibt dies ein Stückzahlvolumen von etwas über 3 Millionen Rechnungen pro Jahr. Geht man nun davon aus, dass der PKV-Versicherte nach Abschaffung des Heilpraktikers zu einem Privatarzt geht, wird die Rechnungshöhe wohl eher 500,- bis 1000,- Euro betragen.

Bei Versicherten einer Gesetzlichen Krankenversicherung würden die Kosten durch den Wechsel vom Heilpraktiker zum Kassenarzt auf Grund der gesetzlichen Vorgaben zwar nicht ganz so explodieren. Dennoch würden auch im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung die Kosten steigen, weil ja dann der Kassenpatient, der den Heilpraktiker bisher selbst bezahlt hat, wieder zum Kassenarzt geht, was letztendlich alle gesetzlich Versicherten mitfinanzieren müssten..

Herr Zellerer, ich danke Ihnen für diesen Blick hinter die Kulissen und Ihre offenen Worte.

Das Interview führte Johannes W. Steinbach vom Pressebüro JWS, Konz.

Firmenporträt Zellerer GmbH:

Die Zellerer GmbH, München, hat den Status einer Landesdirektion des Versicherungsunternehmens ‚Die Continentale‘. Geschäftsführer Robert Zellerer versichert seit mehr als 35 Jahren Angehörige verschiedener Heil- und Gesundheitsberufe (insbesondere Heilpraktiker) und gilt als profunder Kenner des Heilpraktikerwesens.

2020 wurde unter seiner Federführung u.a. das verbandsunabhängige ‚Wirtschaftbündnis Naturheilkunde‘ ins Leben gerufen, das den Zusammenschluss aller Unternehmen zum Ziel hat, die mittelbar oder unmittelbar mit der Naturheilkunde und den Heilpraktikern verbunden sind.

Firmenporträt Pressebüro JWS:

Das Pressebüro JWS hat seinen Sitz in Konz. Inhaber ist Johannes W. Steinbach, Journalist, Heilpraktiker und Buchautor. Zu den thematischen Schwerpunkten von Pressebüro JWS zählen Medizin/Naturheilkunde, Pharmazie/OTC, Ernährung/Lebensmittel und Handel/Wirtschaft.

Weitere Informationen:

www.wirtschaftsbuendnis-naturheilkunde.de

www.continentale.info

www.pressebuero-jws.de

Presseansprechpartner:

Die Continentale / Landesdirektion Zellerer GmbH

Robert Zellerer, Landesdirektor Die Continentale & Geschäftsführer Zellerer GmbH

Forstenrieder Allee 70

81476 München

zellerer@continentale.info

Telefon 089/74112231

Praxis während Lockdown ab November 2020

Liebe Patienten,

die Praxis bleibt auch während des erneuten Lockdowns ab November 2020 geöffnet.

Da Sie ein Anrecht auf medizinische Versorgung haben, können notwendige Heilbehandlungen unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Schutzverordnung NRW stattfinden.


Bei vorliegen von Erkältungssymptomen sollten Sie hingegen bitte Termine absagen.